Rudolf Flesch , US-amerikanischer Autor und Experte für Lesbarkeit von Texten.

Montag, 21. Mai 2018

Das israelisch-ukrainische Dilemma.....

....und warum soviel Verständnis den Aggressoren der Russland - Syrien-Iran -Achse seitens der linken und rechten Parteien und deren Lemminge entgegen schwappt!

Neulich mußte ich schon etwas schmunzeln, als ein israelischer Freund mehr sich selbst als in die Runde fragte warum so wenige Menschen verstehen das sich Israel nur verteidigt. Warum Israel als Aggressor dargestellt wird.





Eine einfache, aber durchaus wahre Antwort wäre: "Weil die israelische (ukrainische) Lobbyarbeit Mist ist!" Das würde aber die Ursache nicht erklären.
Die Ursache ist, daß der Verrat der verinnerten, wohlgehütenden Ideologie nicht akzeptabel ist! Unter keinen Umständen!
Dröseln wir das Ganze mal auf.
Das iranische Regime, sowie die HAMAS geben durchgehend die Parole raus Israel müsse vernichtet, von der Landkarte getilgt werden. Und man möchte es kaum Glauben, aber man beruft sich dabei auf die Protokolle der Weisen von Zion. Einer Verschwörungstheorie das sich schon das deutsche NS-Regime zu Nutze machte. Tunnelbau, Selbstmordattentate und ständige Attacken mit Kassamraketen auf israelisches Staatsgebiet unterstreichen das Ziel aus Israel einen islamischen Staat zu machen. Der sogenannte "Marsch der Rückkehr" ist alles andere als friedlich.  An eine hochsensible und bewaffnete Grenze, durchsetzt mit bewaffneten HAMAS-Aktivisten seine eigenen (Klein-)Kinder mitzunehmen, in der Hoffnung man habe bald einen "Märtyrer" in der Familie ist mehr als menschenverachtend!
Warum gibt es die GSG 9? Warum müssen wir bei Flugreisen umständliche Sicherheits-Checks über uns ergehen lassen?
All das hindert unsere Protagonisten aus der politisch linken und rechten Ecke, sowie Friedensbewegungen nicht daran die Palestinenser als Opfer, die Israelis als aggressive Besatzer zu stilisieren.
Geografischer Sprung in der Ukraine. Russland verletzt die europäische Friedensordnung, annektiert die Krim und destabilisiert mit militärischen Mitteln den Osten des Landes. Dazu kommen massive Desinformationskampagnen und Cyberangriffe in den westlichen Staaten, die hybride KRIEGS-führung ist im vollen Gange. Kurz, ein Akt der Aggression.
Und auch hier stehen die "Die LINKE"`n und viele AfDer in D sowie all die anderen rechten und linken Gruppierungen in der ganzen Welt hinter Putin!
Objektiv betrachtet könnte man nun einfach sagen Israel und die Ukraine sind die Opfer einer Aggression, egal welche politische Weltanschauung man vertritt. Funktioniert so aber nicht!
Die Ukraine entschied den Weg nach "Westen" zu beschreiten, und hat sich wie Israel für eine Partnerschaft mit den USA/EU ausgesprochen. Und somit greift: "Der Freund meines Feindes ist mein Feind". Ein Zugeständnis das die UA sowie Israel Opfer einer Aggression sind, käme einem Zugeständnis an die USA gleich und würde die anti-amerikanische Ideologie zumindest ins Wanken bringen. DAS darf keinesfalls passieren. Die Existenzberechtigung der Friedensbewegung, dem aussenpolitischen Kurs rechter/linker Parteien, Verschwörungstheoretikern und sonstigen Demokratiegegnern wäre damit massiv in Frage gestellt.
Wie wichtig es ist diese Existentzberechtigung aufrecht zu erhalten zeigte erst kürzlich Oskar Lafontaine. Wider besseren Wissens ( davon bin ich überzeugt ) beschwor Herr Lafontaine mit der Aussage die Kriege der USA im Nahen Osten seien "Öl- und Gaskriege". Eine hinreichend wiederlegte Verschwörungstheorie um die er sehr wohl weiß ( Zitat: “Das sind keine Verschwörungstheorien. Das ist offenkundig.”). Aber er macht sich lieber lächerlich, als seine anti-amerikanische Ideologie und somit die Denke seiner Anhänger in Frage zu stellen.
FAZIT: Die Frage nach dem Verständnis auf die territoriale Integrität der Staaten UA/Israel und deren Recht auf Selbstverteidigung stellt sich nicht, bzw. ist irrelevant! Denn wer mit Gruppierungen sympathisiert welche sich auf die "Weisen von Zion" berufen, es als linker Politiker hinnimmt das der Kreml die Rechte in Europa, also den politischen Gegner unterstützt wird niemals die Objektivität einer Situation erfassen, sondern lieber mit der Lüge leben.
Damit müssen wir umgehen, damit müssen wir leben.

Montag, 13. November 2017

Um Himmels Willen: Vertragt Euch....

oder:
Warum es in der heutigen Zeit der falsche Weg ist Russland die Hand zu reichen!

Ein Mitglied eines Einsatzkommandos der Israelis antwortete auf die Frage mit welcher Spezialeinheit er gerne zusammenarbeiten würde:"Mit der GSG 9!"
Vor wenigen Tagen nahmen deutsche Eurofighter an dem Großmanöver "Blue Flag" in Israel teil.
Deutschland ist nach den USA und China der drittgrößte Handelspartner. Pro Jahr nehmen tausende Deutsche und Isrealis an Austauschprogrammen in kulturellen und wissenschaftlichen Projekten teil.
Meine Fresse, was haben wir den Juden im 20. Jahrhundert angetan. Heute, im 21. Jahrhundert stellt sich das deutsch-israelische Verhältnis anders dar. Sicher, wir haben beispielsweise zur "Siedlungspolitik" unterschiedliche Auffassungen, und auch die "ewig Gestrigen" welche irgendwo in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hängengeblieben sind werden wir nie ganz los werden. Aber trotz allem sind wir gute Partner geworden die auf einer freundschaftlichen Basis zusammenarbeiten.
Ortswechsel. Blicken wir zu unseren Nachbarn. Den Franzosen.
Was haben wir diesen Volk nur angetan. Im 20. Jahrhundert haben die Deutschen das Land zweimal überfallen, hunderttausende toter französischer Zivilisten gehen auf "unser Konto". Ein zermürbender Stellungskrieg und der erste systematische Giftgaseinsatz runden die durch Deutschland verursachten Grausamkeiten zu den Millionen Kriegsopfern ( auf beiden Seiten ) ab. Und heute, im 21. Jahrhundert? Wir sind Freunde geworden. Unsere militärische Zusammenarbeit geht weit über die deutsch-französische Brigade hinaus. Wirtschaftlich sind Deutschland und Frankreich die wichtigsten Handelspartner in Europa. Die Schulen beider Länder sind vernetzt, es findet ein Jugendaustausch mit jährlich 200.000 Teilnehmern statt. Mit ARTE ein zweisprachiger Sender mit Schwerpunkt Deutschland-Frankreich!
Die Liste der Länder über die Deutschland Leid und Elend gebracht hat ließe sich beliebig fortsetzen....Polen, Ukraine, das Baltikum und Benelux-Staaten usw. Und dennoch sind wir heute Partner, in vielen Fällen gute Freunde geworden.
Warum ist das so?
Die Basis dafür ist einerseits ein Schuldbewusstsein des Verursachers, in diesem Falle Deutschlands. Andererseits der Wille zur Vergebung ( nicht des Vergessens!!! ) der Betroffenen, in diesem Falle Europas und Teile der Welt.
"Aber HALT! Deutschland hat auch viel Unheil über Russland gebracht!"
Das stimmt. Nur im Gegensatz zu den anderen Staaten war Russland Täter und Opfer zugleich. Historisch durch den Molotow-Rippentrop Pakt und das geheime Zusatzprotokoll belegt! Zwei der schlimmsten Diktatoren wollten sich Europa aufteilen. Und während es heutzutage in Deutschland strafrechtlich relevant ist Persönlichkeiten der Nazidiktatur zu verherrlichen, feiert der Stalinkult in Russland eine Renaissance. Das wiedererstarkte Russland sieht sich gerne in der Opferrolle, am 9.Mai als Sieger über Nazideutschland. Von eigener Verantwortung und Schuldbewusstsein keine Spur! Das genaue Gegenteil ist der Fall.
Da es im russischen Verständnis keinen Platz dafür gibt an irgendetwas Schuld zu tragen ist es aus russischer Sicht nur logisch das aus dem ukrainischen "Bruder-Volk" praktisch über Nacht eine Nation voller Faschisten wird.
Wer es wie Putin`s Propaganda verstanden hat den Russen in Form alternativer Fakten einzutrichtern Russland sei zwar stark wie ein Stier aber friedfertig wie ein Lamm, diesem Volk kann man auch glaubhaft vermitteln die ganze Welt beneide Russland und jeder Unbill sei Teil einer großen Verschwörung gegen Russland. Rubel und Ölpreisverfall, Olympia und selbst der ESC bleibt von der russischen Paranoia nicht verschont.
Warum, so frage nicht nur ich, sollten wir einem Land die Hand reichen das nicht mal im 21. Jahrhundert in der Lage ist zu seiner historischen Verantwortung zu stehen, eine Mitschuld an millionenfachen Leid im 20. Jahrhundert eingesteht?
Warum sollten wir auf ein heutiges Russland zugehen, dass salopp gesagt den Europäern, den Ukrainern und Georgiern sowie den Syrern vor den Augen der Weltöffentlichkeit vor die Füße kackt, um anschließend frech zu behaupten sie waren das nicht?
Es liegt weder an den USA, noch an Europa Russland aus der gewollten und selbstverursachten Isolation heraus zu holen. All die Politiker die katzbuckelnd auf einer Schleimspur Richtung Moskau reisen sei gesagt das dies der falsche Weg ist. Es ist für Moskau weder ein Zeichen von Verhandlungsbereitschaft noch von Stärke, sondern nur eine Bestätigung dafür wie schwach der Westen ist. Den vielgepriesenen "Gesprächsfaden" kann man auch offen halten in dem man dem Gegenüber klar mitteilt man sei jederzeit erreichbar. Ständig im Kreml anzurufen oder direkt hinzufahren muß man im 21. Jahrhundert dafür wirklich nicht!


Montag, 1. Mai 2017

Noworossija




Donetzk, 09.Mai 2017 ein sonniger Tag. Die Flaggen der Volksrepubliken wehen im Wind. Eine Delegation des Kreml und Vertreter der Volksrepubliken Lugansk, Donezk, Saporoshje, Dnepropetrovsk, Odessa, Charkov, Nikolaev und Cherson stehen auf einer Tribühne entlang des Putin-Prospekt, singen die Nationalhymne von Noworossija während unten die Parade aus rausgeputzten Panzer der Volkswehren mit ihren russischen Brüdern vorbeizieht. Die zahlreichen Menschen am Wegesrand jubeln, befreit von der faschistischen-ukrainischen Bedrohung. Selbstverständlich tragen alle brav das Georgsbändchen. Und es geht ihnen gut, den Bürgern von Noworossija. Russland, und vor allem Putin hat geholfen die Wirtschaft anzukurbeln und der Handel mit Russland floriert. Die Einkommen und Renten werden in Rubel bezahlt und sind um ein vielfaches höher als in der "Restukraine". Man wohnt in den versprochenen finnischen Häusern und verbringt seinen Urlaub auf der russischen Krim. Ja, und selbst so mancher Staatschef aus dem Westen hat sich in Noworossija schon mal angekündigt, Russland und Nordkorea haben Noworossija anerkannt, andere Staaten denken darüber nach. Schwärmereien von einen ruhmreichen Tag machen die Runde bei "sto gramm", den 14.April im Jahre 2014 als Separatisten die Gebäude der Polizei und des SBU besetzt, und somit den Startschuss zur Gründung von Noworossija gegeben hatten. Zum Gedenken daran wird Igor Girkin der eigens dafür geschaffene Orden "Held von Noworossija" von Alexander Sachartschenko an das Uniformrevers geheftet.
Der Höhepunkt der Parade ist allerdings Putin persönlich als er die Tribüne betritt und in seiner Rede verkündet die Eingliederung der Volksrepubliken in die eurasische Union sei nur noch reine Formsache. Die Zuschauer jubeln, die russischen Medien überschlagen sich mit Sondersendungen.

Die Realität sieht allerdings anders aus.
In einem Interview mit dem russischen Staatssender "Rossija1" am 2. März 2017 erklärte Alexander Sachartschenko das in maximal 60 Tagen die Regierung der Ukraine aufhört zu existieren.
Die 60 Tage sind um und die Regierung der Ukraine mit all ihren Fehlern erfreut sich bester Gesundheit.
Wer sich allerdings nicht bester Gesundheit erfreut sind diverse "Helden" der Volksrepubliken. Die Bekanntesten wie Arseni "Motorola" Pawlow - tot, Michail "GIWI" Tolstych - tot, Waleri Bolotow - tot usw...usw...die Liste wird immer länger....und die Republikchefs der DNR Alexander Sachartschenko und der LNR Igor Plotnizki dienten sich auch schon als Ziele von Attentaten an.
Mehr dazu: Über die seltsamen Todesfälle russischer Feldkommandeure (InformNapalm)
Man mag es selbst kaum glauben, aber es gibt tatsächlich nicht wenige Menschen in Russland sowie in den von Separatisten besetzten Gebieten welche an diese oben geschilderten Fiktion wirklich glauben und deren Verwirklichung herbeisehnen.
War am Anfang die Begeisterung für die sogenannten Separatisten vor allem in Russland noch hoch stellte sich immer mehr Ernüchterung ein. Schon im Juni 2015 erzählte der russische Freiwillige Bondo Dorowskich wie die russische Propaganda auf ihn wirkte, wie er sich in Moskau rekrutieren ließ und was er in der Ukraine erlebte. Lesenswert!
Russische Kosaken werfen das Handtuch und wollen mit diesen Kriminellen und Plünderern der Volkswehren nichts mehr zu tun haben. Sogar von Desertation von russischen Soldaten aus Angst in die Ukraine verlegt zu werden wurde schon berichtet.

Zwar leugntet der Kreml nach wie vor den Einsatz russischer Soldaten, wie allerdings die durch die OSZE gezählten mindestens 20 LKW mit der Kennung "Fracht 200" zu erklären sind, darüber schweigt sich Moskau aus. Als Fracht 200 werden in der russischen Armee die Rückführung getöteter Soldaten deklariert.
Es wird für den Kreml, die russische Armeeführung immer schwieriger "Freiwillige" zu finden die sich in der Ukraine an Kämpfen gegen die ukrainische Armee beteiligen wollen.
Kein Wunder! Wer bei Tod oder Gefangennahme seiner Soldaten diese auch noch verleugnet hat sein Vertrauen verspielt, schürt den Unmut in der eigenen Truppe.

Wo diese sogenannten Volksrepubliken außerhalb Russlands medial wirklich stehen und warum diese "Neurussland-Gläubigen" inzwischen nur noch ausgelacht werden lässt sich an einem schönen Beispiel feststellen:

Als diplomatischer Sieg wurde der Besuch einer Delegation der "Ultrakonservativen Partei" aus Deutschland von Außenminister der Donetsker Volksrepublik, Alexander Kofman, gefeiert.Das Problem dabei:





1. Es gibt in Deutschland keine Partei die sich ultrakonservative Partei nennt, und....
2. ....übersetzt man die Namen buchstäblich vom kyrillischen ins lateinische ergeben sich folgende Namen der sogenannten Delegierten aus Deutschland:
Юрген Хурензон - Jürgen Hurensohn
Клаус Аршлокх - Klaus Arschloch
Peinlich, aber bezeichnend!
In Deutschland ist die Begeisterung der Partei die LINKE für den bewaffneten Kampf gegen einen souveränen Staat groß. So konnte man am im Januar 2016 Herrn Lafontaine mit seiner Lebensgefährtin Wagenknecht zur Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin beobachten in der Aleksej Markow, Kommandeur der Brigade Prisrak, unter Beifall zum bewaffneten Kampf gegen die Faschisten in Kiew aufrief. Herr Lafontaine wollte anschließend allerdings keine Stellung dazu nehmen. Schon blöd, wenn man wieder mal dabei erwischt wird wie man mit anti-demokratischen Personen und Weltbildern sympathisiert.

Die Idee von den Volksrepublikern war von Anfang an eine "Totgeburt".
Eine Ansammlung von Kriminellen hat mit der massiven Militär-Hilfe aus Moskau den Donbass in einen Krisenherd mit inzwischen über 10.000 Toten verwandelt. Die Ukraine wurde mit der hybriden Kriegsführung des Kremls überzogen und man mag vermuten das es Moskau hierbei weniger um den Separatismusgedanken ging, sondern vielmehr das Land Ukraine zu destabilisieren, eine Neuausrichtung der Ukrainer zum Westen zu verhindern sowie es dem Land Ukraine möglichst schwer zu machen sich aus dem Einflußbereich Moskau`s zu verabschieden!
Nützen wird es nichts, die Ukraine wird den steinigen Weg Richtung "Westen" gehen und ist für Russland verloren. Trotz, besser gerade wegen der Blutspur die Moskau in der Ukraine hinterlassen hat!

Zum Abschluß noch eine Anekdote aus dem russischen übersetzt:
"Steht eine Gruppe von russischen Soldaten vor dem Tor zum Paradies und verlangt von Apostel Petrus, eingelassen zu werden. Petrus fragt : "Was seid ihr? Wieso meint ihr, ich solle euch einlassen?" Da antwortet einer : "Wir sind doch die russischen Helden, die im Donbass für Novorussia gekämpft haben!" Der Petrus antwortet empört : "Ihr seid keine Helden, sondern Lügner. Und die Lügner gehören nicht ins Paradies! Ich gucke das russische Fernsehen, und ich weiß ganz genau, dass es im Donbass keine russischen Soldaten gibt!"


Donnerstag, 15. Dezember 2016

Wir können Stolz auf uns sein......

.....denn auch im Jahre 2016 haben "wir" wieder viel erreicht.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wichtige Leute aus der Politik werden uns mit meisterhaft geschrieben Ansprachen beglücken. Wir werden erfahren das wir trotz aller Schwierigkeiten viel erreicht haben.
Meine persönliche Weihnachts- und Neujahrsansprache!

Sehr geehrte Bürger und Bürgerinnen.

Innen- wie aussenpolitisch macht uns Deutschen keiner so leicht was vor.
So haben wir es nicht nur geschafft zehntausende von Ingenieuren, Ärzten und anderen Fachkräften in unser Land zu holen, sondern auch noch unsere abendländische Kultur mit deren Kultur aus dem Morgenland bereichert und sind gleichzeitig unserer humanitären Verantwortung gegenüber Asylsuchenden nachgekommen. Justiz und Polizei sind anhand dieser kulturellen Bereicherung endlich wieder optimal ausgelastet und müssen sich nicht mit kleinlichen Nachbarschaftsstreits zwischen deutschen Rentnern auseinandersetzen. An dieser Stelle auch mein Dank an die deutsche Justiz welche es immer wieder schafft mit vorausschauenden und milden Urteilen gegenüber unseren neuen Mitbürgern den Steuerzahler zu entlasten. Wenn schon jemanden einbuchten, dann soll er gefälligst auch vorher dafür mit seinen Steuergeldern einbezahlt haben. Kostet doch ein Strafgefangener in Deutschland den Steuerzahler monatlich durchschnittlich 3281,40 Euro, hingegen bei Freispruch und Bewährung höchstens den HartzIV-Satz. Hochgerechnet auf die Tausenden von Einzelfällen kommt dann doch ein stattliches Sümmchen zusammen.
Durch unser stetes Bemühen zu einer multikulturellen Gesellschaft haben wir es auch geschafft unsere Parteienlandschaft um eine Alternative zu erweitern. Denn jetzt gibt es neben schwarz, rot, grün und gelb auch noch die Farbe blau zur Auswahl. So können wir nicht ohne Stolz verkünden das wir nun im kommenden Wahljahr die Wutbürger, Benachteiligten und sonstige Aluhutträger im deutschen Bundestag begrüssen dürfen und an ihren Sorgen Anteil nehmen können. Anstatt uns mit so müssigen Themen wie Rentenreform und Bundeshaushalt auseinanderzusetzen dürfen wir uns jetzt schon auf zeitgemässe und anregende Debatten freuen wie beispielsweise das "7. Chemtrailgeschwader Kiel-Holtenau" aufzulösen und Putin mit dem Bundesverdienstkreuz auszuzeichnen. Letzterer, also Putin hat schliesslich selbstlos auf die Medienvielfalt in seinem Lande verzichtet um dafür verstärkt mit Sendern RT und Sputnik die Informationspalette in Deutschland erweitert.
Womit wir bei der Aussenpolitik Deutschlands wären.
Wir dürfen auf ein durchweg erfolgreiches Jahr deutscher Aussen- und Sicherheitspolitik zurückblicken.
Wir können mir Fug und Recht stolz darauf sein das der direkte Draht nach Moskau nicht abgerissen ist und somit Deutschland vor irreparablen Schäden bewahrt haben, welche das auch immer sein mögen. Auch die direkte Kontaktaufnahme Russlands via Internet auf die Server des deutschen Bundestags hat uns gezeigt das auch der Kreml darum sehr bemüht ist den Gesprächsfaden nicht abreissen zu lassen. Mit der massiven und rigorosen Zurückhaltung Deutschlands und der westlichen Wertegemeinschaft haben es die Truppen Assads, zusammen mit der russischen Luftwaffe geschafft den Terroristen, deren Frauen und Kindern sowie den Schulen und Krankenhäusern in Syrien, insbesondere der Stadt Aleppo den Garaus zu machen. Dank der russischen Luftwaffe konnten wir unseren Kindern in Deutschland anschaulich erklären was Streumunition, Chlorgas und bunkerbrechende Munition anrichten können und warum diese geächtet sind, um im selben Atemzug den Kindern das richtige Verhalten auf solche Bombardements nahe zu bringen: Verurteilen ja, aber bloß nichts dagegen unternehmen. Denn es könnte ja der Gesprächsfaden nach Moskau abreissen. Und das darf keinesfalls passieren, warum auch immer!
Hier möchte ich vor allem der deutschen Friedensbewegung, sowie der Partei des Friedens "der LINKEN" ausdrücklich danken wie sie selbstlos auf Antikriegsdemonstrationen gegen Russlands Bombenhagel verzichtet, und sich stattdessen mit Globalisierungsgegnern gegen TTIP zu Tausenden stark gemacht haben. Danke, so setzt man Prioritäten!
Auch unser deutsches Engagement in der Ukraine war 2016 wieder ein voller Erfolg. Im inzwischen dritten Kriegswinter gaben wir den Ukrainern erneut die Chance zu beweisen ob sie in der Lage sind die europäischen Aussengrenzen zu verteidigen um sich somit als eventuelles Mitglied in der EU als würdig zu erweisen. Auch hier unterstützt uns unser Partner Russland mit aktiver Hilfe im Donbass und der Krim selbstlos und tatkräftig.
Liebe Bürger. nutzen sie diese letzten Tage des Jahres zur Besinnung. Gehen sie in sich und sprechen im Familienkreis über Werte und Moral. Zeigen sie der kommenden Generation anschaulich am Beispiel Jesu wohin es einen bringt wenn man Unrecht anprangert und den Gesprächsfaden zu Pontius Pilatus abreissen lässt. Ans Kreuz genagelt, mit ner Dornenkrone auf. Erklären sie das Jesus damals wie heute eine Sicherheitsgarantie nichts geholfen hätte, eine .357er aber sehr wohl. Verinnerlichen sie den Wert von Besorgnis bei gleichzeitiger Tatenlosigkeit und waschen Sie anschliessend ihre Hände in Unschuld auch wenn sich das Wasser dunkelrot verfärbt!

Mittwoch, 28. September 2016

Kurz notiert! Kremltrolle und Putinisten macht weiter so....

Ich weiß, für die Putinisten und Gläubigen der Infokriegerseiten und  ist es zur Zeit nicht leicht.
Die Russen bomben zusammen mit Assad die Stadt Aleppo dem Erdboden gleich, hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung, mit Waffen die selbst gegen Soldaten im Krieg fragwürdig sind.
Zehntausende E-Mails legen offen wie sehr der Kreml mit den Separatisten in jeglicher Form zusammenarbeitet.

Das russische Verteidigungsministerium stellt plötzlich mit den "neusten" Radardaten fest das eben kein ukrainisches Kampfflugzeug die MH-17 abgeschossen hat, obwohl es nachweislich vor zwei Jahren exakt das Gegenteil behauptet hat.






Und, meine Güte, was durften wir in den letzten zwei Jahren für wirres Zeug von sogenannten Experten lesen warum es keine BUK gewesen sein kann, warum bewiesen ist das es ein ukrainisches Erdkampfflugzeug SU-25 war.
Heute sagt das internationale Ermittlerteam JIT klar das es eine BUK war, die von Russland in die Ukraine verbracht, und anschließend zurückgebracht wurde. Abgeschossen wurde die Rakete in den von Separatisten kontrollierten Gebiet.

Schon Stunden nach der JIT-Pressekonferenz waren die ersten "Perlen" in den Kommentaren zu finden:

"Es könnte doch sein das die BUK von der russischen Armee gestohlen, oder gar von ominösen Gestalten abgekauft wurde"
Alter Schwede, das Thema scheint den Russentrollen so sehr aufs Gemüt zu schlagen das sie sogar zugeben das die russische Armee zu blöde sind ihre Waffensysteme zu bewachen, oder gar gewillt sind diese an den Höchstbietenden zu verkaufen.

Ein weiterer, leider absehbarer immer öfter zu lesender Klassiker:
"Niemand hat je bestritten das es eine Rakete (BUK) war"
TATSÄCHLICH! Niemand hat je bestritten das es eine BUK war? Schön langsam wird niemand jemals bestreiten das die Kremltrolle schnell mal an Gedächtnisschwund leiden wenn sich die abstrusen Theorien absolut nicht mehr aufrecht erhalten lassen.

Einfallslos und leider auch zu erwarten ist der Spruch:
"Es war also eine russische Rakete, auch die Ukrainer haben russische Raketen"
Es grenzt schon an Verzweiflung, an Ignoranz oder schlichtweg an der fehlenden Fähigkeit einfache Texte richtig zu lesen. Das JIT sagt klar: "Das Luftabwehrsystem sei von Russland aus in die Ostukraine und direkt im Anschluss auch wieder nach Russland zurücktransportiert worden sein."

Aber, liebe Putinisten und "Experten" lasst Euch davon nicht beirren, sondern zweifelt weiter, schreibt weiter irgendwelche Erklärungsversuche und übt euch weiter in Relativierung und Whataboutism! Laßt sogenannte ausgewiesenen Experten zu Wort kommen und schreit weiterhin "BEWEISE"
Denn es macht immer wieder Spaß zu sehen wie zu gegebener Zeit, nachdem das nächste Kremlpropaganda-Kartenhaus in sich zusammengebrochen ist, die sogenannten alternativen Medien sich als die wahre Lügenpresse outen und ihr ( wieder mal ) mit runtergelassenen Hosen dasteht.


Donnerstag, 22. September 2016

Russland hat die beste Armee der Welt

Der aufmerksame Leser von SPUTNIK-News weiss das schon lange. Revolutionäre russische Waffen-Technik lassen feindliche Raketen von russischen Panzern abprallen, Kampfdrohnenverbände lehren dem Gegner Russlands das Fürchten, Hyperschallraketen sind durch kein Abwehrschild zu stoppen.
Ebenso erfährt der aufmerksame Leser von SPUTNIK-News über ständige Pannen bei den Militärs im Westen. Vor allem die US-Marine und deren Luftwaffe scheint eine einzige Ansammlung an Militär-Schrott zu sein. Milliardenschwere modernste US-Zerstörer haben ein Leck und können nicht auslaufen, die F-35 sind unausgereift, während die russischen Suchoi-Jagdbomber als Herrscher der Lüfte bezeichnet werden.
Auch moralisch haben die russischen Streitkräfte die Nase vorn. Kriegsverbrechen gibt es in den Reihen der russischen Armee nicht. Geächtete Waffen wie Streumunition setzt Russland nicht ein. Einen Skandal wie "Abu Guhraib", das machen nur die Amerikaner, klar!
Im Einsatz ist die russische Armee vor allem den US-Streitkräften haushoch überlegen. Sogenannte Kollateralschäden, "Friendly-Fire" und die versehentliche Bombardierung von Schulen und Krankenhäusern sind ein klares Zeichen der schlechten Ausbildung der westlichen Streitkräfte. Reumütig müssen die Oberbefehlshaber der westlichen Regierungen eingestehen das sie die Falschen getroffen haben. Was dann auch in den russischen, aber auch westlichen Medien nachzulesen ist.
Den Russen passiert sowas natürlich nicht. Die Russen treffen IMMER die Richtigen! Ich habe noch niemals in den (deutschsprachigen) russischen Medien gelesen das russische Militärs Kollateralschäden verursacht hätten.
Und weil die russische Armee so unfehlbar ist, kann es also nicht sein wenn in den westlichen Medien Meldungen verbreitet werden das Russland Krankenhäuser, Zivilbevölkerung und wie aktuell UN-Hilfskonvois bombardiert hat.
Auf solche Vorwürfe wird mit den üblichen Floskeln seitens Russlands und deren Trollarmee reagiert:
1. Die Russen waren das nicht
2. Das war eine "false flag" um es den Russen in die Schuhe zu schieben
3. Beweise, Beweise und "Cui bono" und dubiose Verschwörungstheorien
4. Eine wahre Flut von widersprüchlichen Versionen werden von den russischen Medien verbreitet
5. Putins Trollarmee versucht verzweifelt die Anschuldigungen in Frage zu stellen und zu relativieren

Man merkt also, die russische Propaganda verhält sich nicht nur dumm, es betrachtet auch deren treuen Konsumenten für dumm. Denn in der Summe der Meldungen über einen gewissen Zeitraum hinweg ergibt sich dann folgendes Bild:

1. Die russische Armee macht keine Fehler!
2. Schuld laden IMMER die Anderen auf sich!

Das sich dies irgendwann, ab einem bestimmten Zeitpunkt zu einem Rückläufer entwickelt liegt in der Natur der Sache, denn zumindest der einigermaßen aufmerksame und/oder versierte Leser weiß das es keinen Krieg und keine militärische Auseinandersetzungen ohne Fehler gibt in denen Zivilisten und Unschuldige ihr Leben lassen müssen. Genau dieses Bild aber versuchen russische Medien zu vermitteln. Ein Bild einer hochmodernen russischen Armee mit "weissen Rittern" als Soldaten.
Das ist so falsch und unglaubwürdig das man getrost sagen kann, das sich die russischen Propagandamedien und deren treuen Konsumenten wieder einmal der Lächerlichkeit preisgeben.
Eher kann man durchaus behaupten das Russlands Armeeführung nicht nur verlogen, sondern auch feige ist. Denn während die Streitkräfte der USA durchaus den Mut haben die Öffentlichkeit über Missstände, Kollateralschäden und Kriegsverbrechen seitens der US-Streitkräfte zu informieren. kommen aus dem Kreml nur Dementis und Verschwörungstheorien.

Dienstag, 30. August 2016

Kopf hoch....Ukraine!

Eine Facebookfreundin ( nennt man das so? ) hat eine sehr interessante Reihe ins Leben gerufen welche da heißt: "Positive Nachrichten aus der Ukraine".
Während die Medienwelt in Deutschland hauptsächlich um die politische Situation, die desolate Lage im Osten der Ukraine zu berichten weiß, berichtet Tanja über die wirtschaftlichen Erfolge und wachsende internationale Zusammenarbeit mit der Ukraine.
Es ist wichtig und richtig das auch darüber berichtet wird, auch wenn es bedauerlicherweise nur einen verschwindend kleinen Teil der deutschen Bevölkerung erreichen wird. Es zeigt, trotz Annexion der Krim und des russischen Hybridkrieges in der Donbassregion, dass es in kleinen aber stetigen Schritten vorwärts geht. Sicher, die Probleme ( auch die hausgemachten ) sind vielfältig und es liegt noch ein unsicherer und steiniger Weg vor dem Land, aber mit jeder guten Nachricht steigt auch der Optimismus. Ein Optimismus des Gewinners!
Und das die Ukraine als Nation , Gesellschaft und Land in Zukunft auf der Gewinnerseite stehen wird ist für mich vollkommen klar. Denn, die Welt steht hinter der Ukraine, die Welt weiß um die russische Aggression. Und es wäre wünschenswert wenn Regierungsvertreter deutlichere Worte an die Adresse Russlands finden und ihre Solidarität mit der Ukraine mit klaren Äußerungen bekunden würden.
Ja, und ich weiß was einige jetzt denken:"Täglich sterben Bürger und Soldaten der Ukraine. Die Ukraine braucht keinen moralischen Beistand, sondern Waffen!"
Ist das wirklich so? Soll der Westen die Ukraine militärisch hochrüsten?
Wenig spricht dafür, vieles allerdings dagegen!
Ein Argument für Waffenlieferungen wäre der höhere Blutzoll den Russland bei einer weiteren Intervention in der Ukraine zu bezahlen hätte. Ein Argument das eher der Hoffnung der Abschreckung entspringt, davon ausgehend das die russische Bevölkerung gegen den Kreml rebellieren würde wenn zu viele russische Soldaten als Fracht 200 aus der Ukraine zurückkommen. Dabei reicht aber schon ein Blick auf den Zustand der russischen Gesellschaft um zu erkennen das dieser Plan nicht aufgehen wird. Die Russen werden eben nicht auf die Strasse gehen um gegen eine weitere Eskalation im Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu protestieren. Sei es aus ideologischer Überzeugung oder Angst vor dem Repressionsapparat des Kremls. Und die russische Propaganda wird sich sicher sehr gut darauf verstehen jeden toten und verletzten russischen Soldaten als Held gegen die ukrainischen "Faschisten" und Bollwerk des Westens darzustellen.
Und ist es nicht andererseits so das eine Hochrüstung seitens des Westens gerade Russland eine Steilvorlage für die russische Propaganda liefert, sich bestätigt darin fühlt die Ukraine wäre der willige Erfüllungsgehilfe der Expansionspläne des Westens, der NATO, der ( auch das ist zu lesen ) Zionisten und NWO?
Es stellt sich die Frage was als wirksamere Waffe gegen die russische Aggression gesehen werden darf.
Ich bin der Meinung der durchaus in kleinen, aber stetigen Schritten wirtschaftliche und damit verbundene soziale Aufschwung der Ukraine ist weitaus effektiver als Waggonladungen voller Hightech-Waffen aus den USA und Europa.
Denn eines dürfte klar sein: Während die Waffenlieferungen des Westens durchaus in der russischen Propaganda dementsprechend ausgeschlachtet werden, würden die wirtschaftlichen und sozialen Erfolge der Ukraine mit keiner einzigen Zeile erwähnt werden. Und dennoch wird die russische Bevölkerung diesen Umstand wahrnehmen!
Und nicht mal Putin und sein Propagandaapparat kann seiner Bevölkerung, geschweige denn der internationalen Staatengemeinschaft den sozialen und wirtschaftlichen Aufschwung des Nachbarlandes Ukraine als Legitimation für eine militärische Intervention verkaufen.
Eine Aufrüstung der Ukraine durch den Westen hingegen schon!
So sind, trotz schwieriger Zeiten,  Tanja`s "Gute Nachrichten aus der Ukraine" die schlechten Nachrichten für Russland. Und diesen Nachrichten hat Russland nichts entgegen zu setzen, ausser weitere Durchahlteparolen seitens der Kremladministration.

"Es gibt kein Geld....halten sie durch"

Mittwoch, 10. August 2016

Die Taschenspielertricks des Kreml

Heute möchte ich Euch auf einen simplen, aber dennoch effektiven Taschenspielertrick des Kremls vorstellen. Ich nenne es deshalb Taschenspielertrick weil er auf einer Vorhersage aufbaut, die in Wirklichkeit aber keine ist, sondern nur dazu dient ein eintretendes Ereignis zu verteidigen.
Das Schlüsselwort ist hier: "Provokation"


Wikipedia:
Provokation (v. lat. provocare ‚hervorrufen‘, ‚herausfordern‘) bezeichnet das gezielte Hervorrufen eines Verhaltens oder einer Reaktion bei anderen Personen. Hierbei agiert der Provokateur bewusst manipulativ oder unbewusst in einer Weise, dass die provozierte Person oder Personengruppe ein tendenziell erwünschtes Verhalten zeigt.




Wir kennen die einfachen Weisheiten der AfD.
Dieser AfD-Mann arbeitet genau mit dieser Agitation und ist somit ein typischer Verfechter russischer Propaganda. Nicht umsonst hört bzw. liest man in den russischen Medien und von russischen Politikern von der Provokation des Westens gegenüber Russland. 


Keineswegs sollte man solche Aussagen leichtfertig als einfaches und ideologisches Propagandageschwätz abtun. Ganz im Gegenteil sind solche Aussagen sehr ernst zu nehmen da sie der Vorbereitung dienen ein eintretendes Ereignis welches sich gegen den angeblichen Provokateur richtet im Nachhinein zu entschuldigen bzw. zu verteidigen. Was auf den ersten Blick dann logisch erscheint weil man ja schon vor dem eintreten des Ereignisses "vorhergesagt" hat was passieren würde. Ein klassischer Taschenspielertrick also!
Es als Analyse darzustellen scheidet deswegen aus weil das "vorhergesagte" Ereignis im Grunde schon feststand!
Um also eine Aggression eines Stärkeren gegenüber eines Schwächeren zu rechtfertigen muss im Vorfeld eine Verteidigungsstrategie aufgebaut werden die erklärt warum man zu diesem aggressiven Schritt förmlich gezwungen wurde, obwohl man dies eigentlich nicht wollte. 
Hierbei spielt es keine Rolle ob es sich um eine tatsächliche Provokation handelt oder ob es sich nur um eine eingebildete Provokation handelt. 
Aus der Sicht der Kremlapologeten ist der Maidan in der Ukraine eine vom Westen organisierte und bezahlte Provokation gegenüber Russlands.
Aus der Sicht der Kremlapologeten ist der Beitritt der baltischen Staaten zur NATO eine vom Westen verschuldete Provokation gegenüber Russlands.
NATO-Manöver in den östlichen Partnerstaaten, natürlich eine Provokation gegenüber Russlands.
Sanktionen aufgrund der Krimannexion, Aussschluss Russlands aus den G-8 Staaten sowie angebliche antirussische Berichterstattung, ja selbst der Ölpreisverfall und nun der Ausschluss der russischen Leicht-Athleten von Olympia: Alles wird als Provokation gegenüber Russland wahrgenommen und dem Volk so dargestellt. 
Parallel dazu wird in der russischen Propaganda neben der vermeintlichen Provokation der Friede in Europa als gefährdet vermittelt. Das hat System und dient der späteren Schuldumkehr!
Entscheidet sich Russland für ein weiteres aggressives Vorgehen mit militärischen Mitteln in den Nachbarstaaten so wird man auf die ständigen Provokationen gegenüber Russlands im Vorfeld verweisen welche Russland nun gar keine andere Wahl offerierten als militärisch einzugreifen. Der Taschenspielertrick ist aufgegangen! Wie schon so oft, nicht nur aus historischer Sicht seitens Russlands.
Aufklärung und das Wissen darum wie ein Trick funktioniert "entzaubern" solche Taschenspielertricks und machen diese zwar nicht wirkungslos, aber in vielerlei Hinsicht nicht mehr so effizient.


Donnerstag, 14. Juli 2016

Was ich weiss......oder "Was Werte wert sind"


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Die aktuelle Lage im Kriegsgebiet Donbass, der inzwischen seit über zwei Jahren vom versteckten zum offen geführten Krieg seitens Russland gegen die Ukraine wirft die Frage auf ob Medien und Politik überhaupt noch guten Gewissens mit Zurückhaltung "glänzen" können, dürfen, sollen!

Deswegen heute ( wieder mal ) einen offenen Brief rausgeschickt:

Sehr geehrtes Auswärtiges Amt, Herr Steinmeier, liebe Redaktionen von ARD/ZDF,

ich bin ein einfacher Bürger und Familienvater zweier Kinder. Weder habe ich Kontakte zu irgendwelchen Nachrichtendiensten, noch versorgen mich Informanten mit "interessanten Material".
Und dennoch weiss ich seit inzwischen zwei Jahren das Russland mit schwerer Artillerie vom russischen Staatsgebiet auf ukrainisches Staatsgebiet feuert! Ich weiss das russisches Militär aktiv die Separatisten mit Feuerunterstützung ukrainische Soldaten tötet und verletzt. Ukrainische Soldaten die ihr souveränes Vaterland verteidigen. 
Nach meinen Verständnis führt somit Russland Krieg gegen die Ukraine, denn es unterstützt die Separatisten nicht "nur" mit finanziellen Mitteln und Waffen, sondern nimmt aktiv am Krieg in der Ukraine teil.
Jetzt stellt sich die Frage warum öffentlich-rechtliche Medien, sowie die Politik insbesondere das auswärtige Amt mit Herrn Steinmeier auf einen Krieg in Europa welchen Russland angezettelt hat so träge und verhalten reagiert.
Es ist doch schon erstaunlich das ein paar selbstgebastelte Raketen der Hamas welche auf israelischen Territorium einschlagen durchaus eine Meldung der öffentlich-rechtlichen Anstalten zur Hauptsendezeit wert sind. Werden aber durch russische Artillerie welche von russischen Staatsgebiet auf ukrainisches Staatsgebiet feuert ganze ukrainische Einheiten aufgerieben hört man nichts.
Dies sollte jetzt nicht als Vorwurf gewertet werden, sondern ich frage mich warum das so ist. Meiner Meinung ist es natürlich wichtig über die Geschehnisse auf der ganzen Welt informiert zu werden, aber hat es nicht mehr Brisanz wenn ein inzwischen nicht mehr verdeckter Krieg gegen ein Land in Europa in direkter Nachbarschaft zur EU durch Russland geführt wird?
Wäre es für die Redaktionen der ARD und ZDF inzwischen, trotz der wirklich guten Berichterstattung zur "Ukrainekrise" mehr an der Zeit noch genauer hinzuschauen was im Osten der Ukraine passiert und welche Verantwortung und Position Russland in diesem Konflikt tatsächlich einnimmt. Und vor allem darüber auch berichtet!
Von den Medien erwarte ich das sie ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten über die tatsächlichen Begebenheiten berichten, und nicht wie Herr Steinmeier politischen Pragmatismus auf Kosten eines angegriffenen Staates wie die Ukraine betreiben!
Seitens der deutschen Regierung werden die freiheitlichen Werte einfach über Bord geworfen, zugunsten einer sogenannten "pragmatischen" Aussenpolitik. Aus Angst Russland nicht zu provozieren, oder gar Putin zu verärgern lässt man ein ganzes Volk im Stich welches sich klar zu den europäischen Werten bekannt hat. Es sendet nicht nur ein falsches Signal an Putin, sondern auch an jene Teile der Bevölkerung welche sich intensiver mit dem Krieg in der Ukraine beschäftigen. Ein Signal das da heisst: "Ist der Aggressor politisch und militärisch stark genug um einen selbst zu verletzen, und wird der Aggressor angeblich zur Lösung anderer Konflikte gebraucht, kann er sich alles erlauben"
Herr Steinmeier, soll ich so meine Kinder erziehen? Soll ich meinen Kindern Werte beibringen den Schwächeren beizustehen und diese zu verteidigen, Unrecht anzuprangern und offen anzusprechen, aber nur nur dann wenn keine Gefahr besteht den Aggressor zu verärgern?
Soll ich meinen Kindern beibringen das Werte wie Aufrichtigkeit und Mut keine Konstanten im Leben sind, sondern Variablen die man gegebenenfalls der "Situation" anpassen muss?
Ne, die Antwort auf die oben rhetorisch gestellten Fragen lauten "NEIN". Jedenfalls für mich.
Es ist unvorstellbar das Herr Steinmeier nicht genaue Informationen darüber hat das Russland als militärischer Aggressor in der Ukraine agiert, und dennoch mit Appeasement reagiert.
Ich weiss zwar nicht welche "Alternativen" Putin und Lawrow in Gesprächen hinter verschlossenen Türen zur Lösung des Krieges in der Ukraine angeboten haben sollte der Westen nicht so zurückhaltend agieren wie zur Zeit, aber es ist schon auffallend wie schnell wir Deutschen in der Lage sind irgendwo auf der Welt zu intervenieren, Soldaten zu entsenden, Waffen zu liefern solange der Aggressor nicht Russland heisst. Angesichts dieser Erkenntnis ist das was Herr Steinmeier zur Frage des Krieges in der Ukraine praktiziert nicht Pragmatismus, sondern Feigheit. Und somit mache ich persönlich Herrn Steinmeier für jeden verletzten und gefallenen ukrainischen Soldaten mitverantwortlich!

Samstag, 16. April 2016

Die Blamage des Wladimir Putin......




.....in seiner Show "Der heisse Draht" zum Thema Panama Papers.

Am 14.04.2016 titelte das Nachrichtenportal Sputnik:
"Putin: Auftraggeber der Panama Papers überall erkennbar, SZ gehört Goldman Sachs"
Ähm, das ist schon mal falsch in zweierlei Hinsicht! Denn, wie man schon vorher wissen konnte das die SZ eben nicht ( weder direkt, noch indirekt ) zu Goldman Sachs gehört, ist ebenso die Tatsache das Putin diese Aussage so getroffen hat falsch!
Aber erst mal eine reisserische Headline setzen. Das kommt beim Leserkreis der Putinfans immer gut an. Na, wenigstens wird dann beim lesen des Sputnikartikels der genaue Wortlaut Putins wiedergegeben, in dem es dann heisst:
„Uns ist bekannt, dass sich dort Mitarbeiter offizieller amerikanischer Institutionen befinden. Wo ist der Bericht zum ersten Mal erschienen? In der Süddeutschen Zeitung, die zu einer Medienholding gehört. Und diese Medienholding gehört zum amerikanischen Finanzunternehmen Goldman Sachs, also sind überall die Ohren des Auftraggebers zu sehen, die noch nicht einmal rot werden. Und wir brauchen keine Reue von ihnen erwarten. Sie werden so weitermachen“, so der russische Staatschef.
Ist aber auch falsch! Und somit ist das ganze drumherumgerede Putins über die angeblichen Mitarbeiter offizieller amerikanischer Institutionen in der SZ, sowie dem Zusammenhang zwischen dem Erscheinungsdatum und der Verbindung zu Goldman Sachs ein Witz. Und zwar ein schlechter Witz, der unterschwellig eher auf eine Verschwörungstheorie hinweisen soll.
Zwar sind jetzt die "Ohren des Auftraggebers" nicht mehr zu sehen, allerdings die roten Ohren Putins als der Kreml eingestehen musste das sie Putin eine Falschinformation zugespielt, und somit den Präsidenten der RF auf der halben Welt richtiggehend vorgeführt haben. 
In Anbetracht des grossen Medieninteresses zur Putin-Show "Der heisse Draht" in der Welt sowie, und vor allem in Russland selbst kann man gar nicht anders als sich seitens des Kremls für diese unhaltbaren Behauptungen von Putin zu entschuldigen. Die Strategen im Kreml dürften erkannt haben das jeder Versuch diese Aussage zu relativieren oder gar zu leugnen ihren Staatschef noch mehr blamieren würde. Also entscheidet man sich in dieser Situation für das einzig Richtige. 
Man entschuldigt sich! Bravo!
Regierungssprecher Peskow dazu: „Das war eher unser Fehler, eher mein Fehler, derjenigen, die diese Auskunft vorbereitet haben. Dort gab es wirklich ungeprüfte Information über die Besitzer der Süddeutschen Zeitung, die wir nicht überprüft und dem Präsidenten vorgelegt haben. Wir entschuldigen uns bei der Zeitung.“
Man kann diesen groben "Faux pas" nicht totschweigen und so wird in den deutschen Ablegern von RT und Sputnik diese Entschuldigung veröffentlicht. Und, das muss man fairerweise hinzufügen, wurde die Falsch-Aussage Putins auch in den russischen Onlinemedien von Kommersant, Interfax und sogar Vesti revidiert. 
Und genau diese "Flucht nach vorne" seitens des Kremls macht es gerade für unsere allseits gut informierten Putinfreunde doppelt peinlich. Ihre anfänglichen Anfeindungen gegen die Bank Goldman Sachs ( ...Juden-Bank...NWO...CIA ) laufen nun vollends ins Leere, die Erklärungsversuche zur Falschinformation ( ....irgendwie steckt doch die USA dahinter....) sowie, man lese und staune, eventuell hat Putin diese Falschaussage sogar mit Absicht gemacht setzen der Peinlichkeit noch die Krone auf. 
Ich frag mich sowieso warum Putin, der Kreml gegen die Investment-Bank Goldman Sachs so wettert, und die Putin-Lemminge diese als CIA unterwandert und "Judenbank" denuzieren!
War es nicht 2013 als das russische Wirtschaftsministerium zusammen mit dem staatlichen Russian Direct Investment Fund einen Vertrag über drei Jahre mit goldma Sachs abschloss um Russland beim ihren Privatisierungsprogramm zu unterstützen und das Investitionsklima in Russland zu verbessern? 
Also jenes Jahr 2013 als Putin die russische Wirtschaft anmahnte ihre Gelder nicht in Off-Shorefirmen zu verstecken um dem russischen Fiskus zu entgehen, und diese Methoden als unpatriotisch geiselte. Und jetzt kommt raus das einer der grössten Antipatrioten zu Putins besten Freunden gehört der schon als Taufpate für eine seiner Töchter fungierte. Sergej Roldugin! 
So schliesst sich der Kreis rund um die Enthüllungen der Panama-Papiere und man fragt sich ernsthaft von was Putin überhaupt noch Kenntnis hat was in seinem Land und direkten Umfeld vor sich geht, oder ob er schon einer Paranoia anheim gefallen ist und nur noch die "rote Mappe" auf seinen Schreibtisch liest die ihm von seinen Vertrauten vorgelegt wird!
Denn eines ist sicher, nächstes Jahr wird Putin im heissen Draht zu seinen Volk wieder ankündigen das man daran arbeite und Alles besser wird. Wie schon 2013, 2014, 2015 und eben 2016. 

Nachtrag: Nö, das hat jetzt weder direkt, noch inderekt mit der Ukraine zu tun. aber diese ganze Putin-Show, das ganze Drama drumherum sowie die dicke Blamage die Putin und der Kreml dieses Jahr eingefahren hat ist einfach zu lustig!

Dienstag, 12. April 2016

In der Ukraine - da läuft so einiges schief....

....und man weiss eigentlich gar nicht wo man anfangen soll.
Korruption? Immer ein Thema in der Ukraine. Das Land ist durchsetzt von Korruption und Schmiergeldaffären. Es wäre vermessen in Sachen Korruption nur mit dem Finger auf die ukrainischen Oligarchen zu zeigen. Es ist, und wird es noch lange bleiben, ein gesamtgesellschaftliches Problem. Angefangen vom kleinen Polizeibeamten, über den behandelnden Arzt in der staatlichen Klinik bis hin zum Uniprofessor. Korruption lohnt sich, nach wie vor. Angst vor Strafverfolgung muss man in der UA de facto nicht haben. Wie denn auch, wenn Staatsanwaltschaft und Richter ebenso gerne die Hand aufhalten.
Man will als Ukrainer eine Firma gründen? Kein Problem, sofern man zu den Gründungskosten einen 25% Aufschlag mit einberechnet um all die Institutionen für die dafür nötigen Genehmigungen und Unterschriften zu bezahlen.
Soziale Sicherheit? Oh Mann, ein ebenso großes Thema wie die Korruption, aber bei weitem nicht so im Fokus der Öffentlichkeit wie es eigentlich sein sollte. Um es auf eine einfache Formel zu bringen: Wer in der Ukraine einen (Arbeits)-Unfall hat, schwer erkrankt oder in eine sonstige soziale Schieflage wie Schulden oder Arbeitslosigkeit gerät hat schlichtweg Pech gehabt. Geschiedene Frauen trifft es da mitunter besonders hart. Die staatlichen Zuwendungen bewegen sich im Bereich der Lächerlichkeit, die kostenlose Gesundheitsversorgung ist trotz sehr gut ausgebildeter Ärzte eher "theoretisch" und die Kosten für Wohnraum und Lebensmittel bezogen auf ein Durchschnittseinkommen sind in der Ukraine verhältnismäßig hoch. In unserer Nachbarwohnung, ebenfalls eine 3-Zimmerwohnung mit etwa 60 qm, wohnten drei Generationen. Die Babuschka, sowie das Ehepaar mit zwei Kindern. Nicht wegen der vielgepriesenen Familienbande und weil sie das so wollten, sondern schlichtweg aus der Notwendigkeit heraus weil sie es mussten um die Kosten zu decken. Trotzdem beide berufstätig waren und die Babuschka ihre Rente bezog hat es gerade mal so zum Leben, oder besser gesagt zum Überleben gereicht.
Umweltbewusstsein in der Ukraine? Lächerlich. Wenn ich am morgen auf dem Balkon unserer Wohnung in Saporischschja einen Kaffee getrunken habe und meinen Blick über den Djnipr zu den Industrieanlagen der Stadt habe schweifen lassen konnte ich mich an den Abgasen der Industrieschlote in den schönsten Farben "erfreuen". Vom kräftigen ocker-gelb bis hin zu schwachen violett war die Farbpalette der Rauchschaden welche die Schlote in den Himmel bliesen. Geht man dann zum einkaufen aus dem Haus fallen als erstes die achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen im Treppenhaus auf. Auf dem Weg geht es dann im selben Stil weiter. Vorbei an wilden Müllhalden und achtlos weggeworfenen Verpackungsmüll jeglicher Art, den streunenden Hunderudel ausweichend auf den ohnehin verschmutzten, bei Regen ggf, verschlammten Gehwegen, falls diese überhaupt noch vorhanden sind.
Und zu alledem kommt noch die allgegenwärtige Willkür und Rücksichtslosigkeit im täglichen Umgang miteinender in der Ukraine. Der Handwerker erscheint nach halber getaner Arbeit einfach ein paar Tage nicht mehr weil er einen lukrativeren Auftrag reinbekommen hat, Menschen reisen wegen wichtiger Dokumente hunderte Kilometer zu einer Behörde an um einfach wieder nach Hause geschickt zu werden, denn die Dokumente sind nun doch noch nicht fertig und der betrunkene Bomsch wird einfach am Straßenrand liegengelassen. Bei deutlichen Minusgraden!
Wie es in der ukrainischen Gesellschaft in der das Leben eh schon hart genug ist um die gesellschaftlich und sozial Benachteiligten, wie Waisenkinder, Kriegsversehrte, körperlich und/oder geistig behinderte Menschen steht brauche, und ehrlich gesagt will ich auch gar nicht weiter ausführen!
Und zu all diesen Problemen die selbst wirtschaftlich besser gestellte Gesellschaften vor eine fast unlösbare Herausforderung stellen kommt der Verlust der Krim sowie der Krieg im Donbass hinzu!
DAS ist der Alltag, DAS ist die Realität in der Ukraine! 
Und NEIN, um es hier auch mal ganz deutlich zu sagen: "Die ukrainischen Oligarchen und Putin`s Russland sind nicht an allem Unbill in der Ukraine schuld!"

Die Ukraine besteht eben nicht nur aus touristischen Attraktionen, sehenswerten Landschaften und Kulturzentren mit hochgebildeten, attraktiven Frauen, deren Männer sich voller Stolz und mit Patriotismus im Herzen in den Kampf gegen die russische Aggression stürzen.
Probleme müssen nicht nur erkannt, sondern auch immer wieder benannt werden. Unangenehme Wahrheiten müssen ausgesprochen werden. Eine ordentliche Selbstkritik fällt zwar schwer, ist aber der entscheidende Schritt in die richtige Richtung.
Wenn wir uns scheuen gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Probleme welche die Ukraine selbst betreffen anzusprechen leisten wir dem Land dem wir uns verbunden fühlen einen "Bärendienst" und landen mittelfristig genau dort wo Russland, die russische Gesellschaft heute steht. Wir sollten eben nicht wie die russischen Medien und all ihre treuen Putinisten damit beginnen ein "Traumland" zu erschaffen das es so nicht gibt, jeden kritischen Bericht zur politischen und wirtschaftlichen Lage als ( bezahlte ) Propaganda und Hetze verschreien, kritische Stimmen von Politikern und Journalisten denunzieren und diese als Volksverräter betiteln sowie bei jeder unangenehmen Wahrheit eine große internationale Verschwörung wittern. Denn damit beschreiten wir den direkten Weg - wie in Russland - nach Zombieland, machen es korrupten Politikern mit unlauteren Zielen leicht das Land noch weiter an den Abgrund zu führen und kapitulieren letztendlich vor der Wahrheit!

In diesem Sinne

Слава Україні! Героям Слава! Слава Нації! Смерть ворогам!


Dienstag, 9. Februar 2016

Drei Bayern in Moskau...

...ein offener Brief an Bayerns Ministerpräsident Herrn Horst Seehofer.


Sehr geehrter Herr Seehofer,

jetzt musste ich schon mal überlegen ob ich diesen Brief "diplomatisch" verfasse, oder doch lieber Klartext schreibe. Ich habe mich für Klartext entschieden weil ich ehrlich gesagt nicht genau weiss wie ich diese Zeilen in Worte der political correctness verpacken soll!
Die Ukrainekrise, Syrien und die Flüchtlinge seien nur mit Russland zu lösen? Da frag ich mich jetzt schon ob das eine neue bayrische Justizdoktrin sein soll. Muss man jetzt mit einem Boss eines Drogenkartells eher reden als ihn zu bekämpfen weil dieser so gesehen ja auch auch ein Teil der Lösung zu den Problemen mit Rauschgifthandel, Drogentoten und Beschaffungskriminalität darstellt! Ein blöder Vergleich? Mag sein! Aber es scheint Ihnen entgangen zu sein, dass während Sie diese Worte aussprachen russische Bomber gerade ihre Bombenlast geladen haben um das was von Aleppo noch übrig ist vollends klein zu bomben, und es wurden erneut duzendfach ukrainische Stellungen im Donbass mit russischer Militärhilfe beschossen.
Da machen Sie sich in Deutschland stark für eine Flüchtlingsobergrenze und reden in "angenehmer Atmosphähre" mit dem Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte, Putin, der mit seinen Bomben die nächste syrische Flüchtlingswelle Richtung Türkei nach Europa zu Zehntausenden treibt! Es mag in Sorge um die bayrische Wirtschaft Ihrer Aufmerksamkeit auch entgangen sein das die Syrer nicht vorwiegend wegen dem IS fliehen, sondern vor dem Bombardement des Machthabers Assad und der Russen, welche inzwischen binnen kürzester Zeit den traurigen Rekord der meisten getöteten Zivilisten halten.
Ja, Wirtschaftsinteressen mögen wichtig sein, und es ist nicht von der Hand zu weisen das wir "Der Westen" Handelsbeziehungen zu Staaten unterhalten welche nicht gerade unsere Werte teilen. ABER, Herr Seehofer, diese Staaten wie beispielsweise Saudi Arabien und China führen keinen aggressiven Propagandakrieg gegen uns ( siehe Causa Lisa ), ignorieren nicht die europäische Friedensordnung und bedrohen Länder in Europa mit militärischer Stärke. Wie Sie diese kleinen, aber essenziellen Unterschiede ignorieren können ist mir schleierhaft. Tagtäglich sind auf ukrainischer Seite Tote und Verletzte zu beklagen, und Sie Herr Seehofer trinken mit dem russischen Präsidenten Putin auf seiner Residenz einen Kaffee und tun diese humanitäre Katastrophe welche inzwischen mindestens 9000 Menschen in der Ukraine das Leben gekostet hat lapidar als "Schießerei" ab. Soviel Ignoranz und Naivität in einer Person kann es ja gar nicht geben. Das muss Vorsatz sein! Stimmt, der Kamerad Edmund Stoiber war ja auch noch mit von der Partie in Moskau. Da sind es also mit Ihnen, Herrn Stoiber und Frau Aigner drei bayrische Politiker die in Moskau vor Putin "katzbuckeln" und sich vor der ganzen Welt lächerlich machen. Warum ich zu dem Schluss komme das Sie sich , mit Herrn Stoiber und Frau Aigner mit ihren Aufwartungen in Moskau lächerlich gemacht haben will ich Ihnen gerne erläutern.
Da wäre zum einen schon mal die russische Propagandafalle in die Sie und Herr Stoiber richtiggehend tölpelhaft reingetappt sind. Oder ist Ihnen die verhältnismäßig ungewöhnlich hohe Aufmerksamkeit und Sendezeit der russischen Staatsmedien an ihrer Person entgangen? So wird im russischen Staatssender Rossija 1 darüber berichtet das Bayern ( also Sie und Herr Stoiber ) die Beziehungen zu Moskau unter Umgehung Berlins ( Bundeskanzlerin Merkel ) aufbauen. Also genau das Gegenteil von dem was Sie behaupten als sie davon sprachen ihr Besuch in Moskau sei mit Kanzlerin Merkel abgestimmt. Sie haben sich mit ihren Besuch vor den Karren der russischen Propaganda spannen lassen, werden dort permanent als Hauptkritiker Merkels und vehementer Gegner der sogenannten "anti-russischen Sanktionen" dargestellt. Mit ihrem Besuch vertiefen sie das Bild über die Uneinigkeit in der Koalition.
Ja, und zum anderem müsste es einem hochrangigen CSU-Politiker doch schon irgendwie zu Denken geben wenn dieser Besuch bei Putin gerade von den demokratiefernen Parteien in Deutschland auch noch gelobt wird. So findet Sahra Wagenknecht man solle ihre Moskaureise nicht kritisieren und Alexander Gauland von der AfD bezeugt ihnen dazu einen gesunden Realismus. Ja, wenn solch Lob von Spitzenpolitikern von den LINKEN und der AfD kommt, dann kann man ja als bayrischer Ministerpräsident nichts falsch gemacht haben. Stimmt`s?

Herr Ministerpräsident, sind Sie mir bitte nicht bös, ich bin ein einfacher Mann und Familienvater mit, so mein ich jedenfalls, dem Herz am rechten Fleck. Aber diese Reise zu Putin nach Moskau war kontraproduktiv und zeugt keineswegs von gesunden Realismus. Sie haben einen Despoten die Ehre erwiesen welcher nachweislich versucht Europa zu spalten, die europäische Friedensordnung mit militärischen Mitteln massiv verletzt hat und die Lüge zur Staatsform erhoben hat. Und vielleicht erinnern sie sich auch mal daran das die ukrainische Hauptstadt Kiew die Partnerstadt von München ist und statten der geschundenen Ukraine mal einen offiziellen Besuch mit einer bayrischen Wirtschaftsdelegation ab.

Mit freundlichen Grüssen

Huber Markus



Samstag, 30. Januar 2016

L.I.S.A.....der helle Wahnsinn

ich weiss ja nicht wer von euch diesen Film aus den 80ern noch kennt. Es war einer meiner Lieblingsfilme....x-Mal geschaut und mich vielleicht selbst in einem der Akteure wiedergefunden.
Aber in diesem Artikel soll es nicht um 80er Romantik gehen sondern um die harte Realität der russischen Propaganda welche nun in Deutschland mit der "Causa Lisa" richtig angekommen ist.
Zur Erinnerung: Die Mutter meldet ihre Tochter Lisa als vermisst. Weil sich die Eltern und Lisa in einem schweren Schockzustand befänden wird Marina, die Tante der 13-jährigen Lisa, vom Journalisten Ivan Glogov des russischen Staatssenders "Perwij Kanal" interviewt. Mehrere arabisch aussehende Männer hätten sie entführt, in einem Zimmer in dem sich nur eine Matraze befand vergewaltigt, verprügelt und nach 30 Stunden einfach auf die Strasse geworfen.
Hier noch mal das Video mit dem "Bericht" des russischen Journalisten mit Ausschmückungen zum Tathergang, den katastrophalen Zuständen in Deutschland und Äusserungen von "besorgten Russland-Deutschen":

Quelle:youtube
Wie sich nun herausstellte war alles nur gelogen. Erstunken und erlogen von einem Mädchen das wie viele tausende junger Teenager auch wegen schlechter schulischer Leistungen mal ausbüchsen und bei einem Freund untertauchen aus Angst vor dem "Donnerwetter" zu Hause!
Hier allerdings benutzt die russische Propaganda das Mädchen und ihre Geschichte für ihre hybride Kriegsführung und erreicht ihr Ziel. Vorerst. Tausende sogenannte Russlanddeutsche gehen auf die Strasse, die Putinisten, Kremltrolle und andere "übliche Verdächtige" empören sich über Untätigkeit der Justiz sowie Politik und stimmen mit dem russischen Aussenminister Lawrow überein das hier Vertuschung im Spiel sei.
Das Ergebnis dieser Propagandainzenierung:
- Aussenminister Lawrow blamiert sich auf internationalen Parkett mit seinen vorschnellen Äusserungen und würde gerne den Fall Lisa zu den Akten legen.
- Der Anwalt von Lisas Familie und gern gesehener Gast auf dem Propagandasendener RT, Alexej Danckwardt übt sich in juristischen Rückzugskämpfen und Relativierungen.
- Der Journalist Ivan Glogov behauptet bei RT nun einfach er hätte sich nur auf die aussagen der glaubwürdigen Tante berufen und vergisst anscheinend seine journalistischen "Ausschmückungen" in seinem Bericht.
- Die Kremltrolle und Putinversther geben sich zu den neuen Erkenntnissen in den Kommentaren kleinlaut bzw. sagen dazu lieber nichts mehr.
- Und ebenso stehen nun die tausende von besorgten Russlanddeutschen wie Vollidioten da welche sich in unter anderem vor dem Bundestag auf Demonstrationen versammelt haben.

Der wesentliche Punkt für mich ist allerdings nicht das sich die russische Propaganda und all ihre kleinen und grossen Helferlein wieder mal blamiert und selbst entlarvt haben. Entscheidend sind für mich vor allem zwei wesentliche Punkte:
1. Deutschland durfte nun einmal "live" miterleben was die Propagandamaschinerie Putins seit nun mehreren Jahren in der Ukraine anrichtet. Denn das was wir hier in Deutschland mit der Causa Lisa erfahren wird mit der Ukraine schon fast im Wochentakt praktiziert. Seien es deutsche Leopardpanzer auf dem Weg in die Ukraine, ein durch ukrainische Soldaten gekreuzigtes Kind in Slawjiansk, der ukrainische Regierungssprecher Arseni Jazenjuk der in Tschetschenien in einem ukrainisch-nationalistischen Battaillon gegen Russland gekämpft hätte. Die Liste der russischen Propagandalügen ist lang und eine guten Überblick verschafft die Seite StopFake!

2. Die russische Propaganda wirkt in auch Deutschland! So hat sie es geschafft tausende von Menschen, sogenannte Russlanddeutsche aus dem Gebieten der ehemaligen Sowjetunion, auf die Strasse zu bringen und nur Aufgrund einer Lügengeschichte gegen was auch immer zu demonstrieren. Diese opfer der russischen Propaganda, welche nachweislich lieber den russischen Staatsmedien mehr Beachtung schenken wollen nicht wissen, sondern sie wollen glauben. Deswegen würde es mich nicht wundern wenn trotz der nachweislichen Lügen weiterhin Demonstrationen dieser besorgten Bürgern aus den ehemaligen Sowjetrepubliken stattfinden werden.

Wer nun glaubt dieser Blamage der russischen Staatsmedien würde eine Richtigstellung folgen, dem muss ich bedauerlicherweise sagen, der irrt gewaltig.
DENN: Eine Richtigstellung erfolgt nur dann wenn ein Journalisten und Medien nach besten Wissen und Gewissen berichtet haben, dann aber feststellen mussten das sie einer "Ente" aufgesessen sind und nicht wie im Falle der russischen Staatsmedien und deren Journalisten die mit Vorsatz die Unwahrheit berichten. Dieser Erkenntnis folgend ist nun auch in Lettland der letzte russische Sender abgeschaltet worden.
Deswegen wird wie es nach jeden vorsätzlich als Lüge verbreiteten und als Fake entlarvten Meldung der russischen Staatsmedien und Propagandaschleudern nach dem Schema ablaufen: "....einfach totschweigen...bis zur nächsten Propagandalüge...zeitnah von der eigenen Peinlichkeit ablenken und wieder darüber berichten wie schlecht es doch auf der Welt ist.....ausser in Russland natürlich!"
Denn es spielt für die russischen Staatsmedien und deren internationalen Ableger wie RT und Sputnik keine Rolle wie oft sie sich lächerlich machen und blamieren, denn ihre leichtgläubige Zielgruppe will, wie oben schon erwähnt, vor allem Eines: GLAUBEN, NICHT WISSEN!

So ende ich diesen Artikel mit einem Zitat von Sir Francis von Verulam Bacon:



Mittwoch, 7. Oktober 2015

Meine Oma, der Westen und Informnapalm....

...eine Bilanz!


In den Zeiten der 30er und 40er Jahre im letzten Jahrhundert, also zu Zeiten des Dritten Reiches war meine Großmutter eine einfache Magd auf einem bäuerlichen Anwesen in Niederbayern. Sie hat den ersten Weltkrieg als Kind erlebt, die Weimarer Republik und deren Untergang sowie den Aufstieg Hitlers mit all seinen bekannten Konsequenzen für die Welt und die Bevölkerung Deutschlands.
Sie verstarb als ich noch ein Teenager war, und auch die Erinnerungen über ihre Erzählungen "vom Krieg" verblassen von Jahr zu Jahr immer mehr. Gerne habe ich den Geschichten vom Krieg gelauscht, wenn sie denn davon erzählt hat. Einiges ist sogar noch gut in Erinnerung geblieben, etwa ihre Erinnerungen an einen Luftkampf zwischen Bombern der Alliierten und deutschen Jagdfliegern den sie während ihrer Feldarbeit schutzsuchend unter ihrem Ochsenwagen beobachtete.
"Ja mei, unterm Hitler wa net ois schlecht...." ist auch so ein Satz der mir im Gedächtnis geblieben ist.
Die Frage stellt sich, was wusste eine einfache Magd im Jahre 1939, für die alleine eine Reise in das 140 km entfernte München schon ein einschneidendes Erlebnis war, über den Vorfall "Sender Gleiwitz", und hat sie die im 3.Reich auf Linie gebrachten Medien als solche wahrgenommen was sie im Endeffekt auch waren, als pure Nazi-Propaganda.
Kommen wir zu einer Institution zu deren primären Aufgaben es gehört etwas zu wissen. Da wäre wohl in erster Linie der Bundesnachrichtendienst, und somit das Kanzleramt sowie das Auswärtige Amt. Da stelle ich doch mal ganz salopp die Frage in den Raum: "Was wissen die von der Regierung und vom BND denn so was in der Ukraine so abgeht?"
Zwar hat es den Anschein das die Bundeskanzlerin Merkel sehr wohl die Annexion der Krim durch Russland bekannt ist, und spricht sogar von einer militärischen Auseinandersetzung in der Ostukraine. Siehe:
Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Putin am 10. Mai 2015 in Moskau
Zitat BK Merkel:
"Durch die verbrecherische und völkerrechtswidrige Annexion der Krim und die militärischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine hat diese Zusammenarbeit einen schweren Rückschlag erlitten schwer, weil wir darin eine Verletzung der Grundlagen der gemeinsamen europäischen Friedensordnung sehen."
Ähm, was heisst denn nun militärische Auseinandersetzungen genau?
Weil ich das Gefühl hatte Frau Merkel lässt hier m.E. ein paar wesentliche Details zu den militärischen Auseinandersetzungen aus frag ich mal beim Kanzleramt nach. 
FRAGE: Ist der Bundesregierung bekannt das Soldaten der russischen Förderation auf der Seite der Separatisten in den Volksrepubliken DNR/LNR gegen die ukrainische Armee kämpfen?
Eine einfache Frage, die mit einem klaren "JA" oder "NEIN" zu beantworten wäre. Wie zu erwarten habe ich natürlich keine Antwort bekommen, wie bei den vielen schriftlichen Anfragen per Post und eMail an die CDU vorher auch. Sei es drum, denn eigentlich braucht man keine direkte Antwort sofern man sich die Aussagen von beispielsweise dem Regierungssprecher Steffen Seibert in Erinnerung ruft welcher schon Ende August zu Russlands Beteiligung auf Seiten der Separatisten im Donbass mit Material und Soldaten sagte: "Das alles zusammen addiert sich zu einer militärischen Intervention."
Kommen wir nun zu dem beachtenswerten Recherche-Team mit Militärexperten, Analytikern und Übersetzern von InformNapalm welche die russische Aggression in der Ukraine offenlegen, mit Belegen und Beweisen unterlegen und dies einer internationalen Leserschaft zugänglich machen. Nicht nur das dieses Team um Informnapalm einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung um die russische Aggression in der Ukraine leisten, entscheidend ist für mich in diesem Kontext die Übersetzungsarbeit welche die Informationen einer internationalen Leserschaft zugänglich machen.
Diese Übersetzungsarbeit und Recherche ist deswegen so wichtig denn, während sich die Putinversteher Anfangs noch leichtes Spiel hatten, Berichte über die russische Aggression in der Ukraine zu relativieren, sich auf Vermutungen zu berufen oder gar mit teilweise haarsträubenden Theorien die Anwesenheit von russischen Soldaten und Waffensystemen aus Russland zu negieren fällt es nun den Putinisten schwer der Kremlpropaganda treu zu folgen ohne sich lächerlich zu machen. Und so liest man in den "verbalen Rückzugskämpfen" der Kremltrolle nun vermehrt das es "....nun doch eine BUK war...". "....niemand jemals abgestritten hat das Russland die Sparatisten mit Waffen unterstützt..." oder "...niemand je abgestritten hat das auch russische Soldaten auf Seiten der Separatisten kämpfen..."! Vergessen sind die Theorien um die ukrainischen SU-25 und "Carlos" zum Abschss der MH-17, vergessen sind die Beutewaffen und in Traktorhallen reparierten Panzer aus den Beständen der ukrainischen Armee sowie die Urlauber und jene Soldaten welche sich in voller Bewaffnung auf ukrainisches Territorium verlaufen haben.
Zusammenfassend stelle ich fest das ich meiner Großmutter und vielen ihrer Zeitgenossen gerne Glauben schenke wenn sie behaupteten sie hätten vieles nicht gewusst, heutzutage wäre es bestenfalls ein Zeichen von Ignoranz, schlimmstenfalls eine verlogene, faule Ausrede von "Nichts" gewusst zu haben!
Es ist nachvollziehbar wenn sich viele Menschen fragen warum der "Westen" so wenig gegen die Kraftprotzerei Russlands unternimmt, sich vom vermeintlichen genialen Strategen Putin immer wieder vorführen lässt, und somit sich die Meinung festigt die Regierenden in der EU sowie Präsident Obama seien schwach oder würden zaudern. Und in der Tat hat es den Anschein der Westen hätte regelrecht Angst vor einer direkten Konfrontation mit Russland und würde von den geschaffenen Fakten Putins einknicken.
Trotzdem das man die Fakten kennt, und zwar sehr genau!
Meiner Meinung ist es gar nicht nötig sich seitens der EU und USA auf einen, wenn auch indirekten, militärischen Konfrontationskurs mit Russland einzulassen. Denn Eines haben die Kreml-Strategen immer wieder bewiesen, sie schiessen sich über kurz oder lang selbst ins Knie! Und Putin ist ein weiteres Paradebeispiel dafür das man eigentlich nur zu warten braucht bis der russische Bär in seine eigene Falle tappt. Militärische Kraftmeierei in Kombination mit wirtschaftlicher Schwäche ist noch nie gut ausgegangen.

Krim-Annektion:
Hat Putin mit seinen "grünen Männchen" die Ukraine überrumpelt? Ja!
Eine Erfolgsgeschichte Putins? Lächerlich!
Bruch des Budapester Memorandums von 1994 über die Achtung der bestehenden Grenzen der Ukraine, Grundsätze der KSZE-Schlussakte von 1975, der Charta von Paris 1990 und der Nato-Russland-Grundakte 1997 durch Russland!Der russische Rubel hat seit der Krimannektion vom Februar 2014 bis heute ein Drittel seines Wertes gegenüber dem Euro verloren. Der Rohölpreis ist im selben Zeitraum von 110 $/Barrel auf unter 50 $/Barrel gefallen. In Russland kam es nun schon vermehrt zu Protesten wegen Lohnausfällen, soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser werden geschlossen, die Lebensmittelpreise, speziell auf der Krim, explodieren. De facto ist die Krim isoliert, der Tourismus um mindestens 50% eingebrochen sowie abhängig vom guten Willen der angeblichen "Kiewer Junta" was die Versorgung mit Strom und Wasser betrifft. Die Brücke vom russischen Festland zur Krim steht noch nicht, die Blockade durch die Krimtataren, des SBU und Teile des Rechten Sektors allerdings schon.
So bleibt noch einen russischen Nationalisten zu zitieren:"Krim wieder zu Russland? Für was? Wir (die Russen) haben 2 Millionen Bürger dazugewonnen, aber 45 Millionen Brüder ( die Ukrainer ) für eine sehr lange Zeit verloren!"

Novorossija:
Nachdem Igor "Strelkow" Girkin erfolgreich die Krimannexion mitorganisiert hatte, rückte er nun am 12.April 2014 in Slawjansk und Kramatorsk ein, besetzte Verwaltung- und Polizeigebäude und gab freimütig  in einem Interview zu:"Den Auslöser zum Krieg habe ich gedrückt. Wenn unsere Einheit nicht über die Grenze gekommen wäre, wäre alles so ausgegangen wie in Charkiw und in Odessa"
Am 15.April startete die ATO! Der Krieg im Donbass ist ein von Russland initierter, von ukrainischen Separatisten unterstützter Krieg gegen die Ukraine. Mindestens 8000 Menschen sind diesem missglückten Versuch ein Novorossija auf ukrainischen Territorium zu schaffen zum Opfer gefallen. Die Claqueure welche in ihren Beiträgen ein freies und unabhängiges Novorossija propagiert haben sind inzwischen aber leise geworden, die "Strelkow-Bilderchen" sind verschwunden und auch in den russischen Medien ist das Wort "Novorossija" verschwunden. Aber für die Novorossijaromantiker hier noch mal ein Bild:

Auf dem Bild ist gut zu erkennen von was man geträumt hat, von den vielen Volksrepubliken ( deren Fahnen auch schon mal kreiert wurden ) vereint zu einem Novorossija. Ich denke man braucht jetzt keine Karte einfügen was von dem "unerfüllten Traum Neurussland" (Borodai) bzw. "kolossallen Versagen" (Strelkow) übrig geblieben ist. Die russischen Initatioren Borodai und Girkin haben sich schon mal Richtung Moskau verabschiedet, tausende von Toten und eine total zerstörte Infrastruktur hinterlassen. Inzwischen hört man vermehrt von Angehörigen der Volksmilizen der DNR/LNR die sich freiwillig in die fürsorglichen Hände des SBU begeben, eingestehen das sie einer Illusion erlegen sind und feststellen mussten das sie für eine verbrecherische Idee gekämpft haben.

Die Annexion der Krim sowie das Projekt "Novorossija" sind von Russland initiert und mit Personal und Waffen aus Russland durchgeführt worden. Nach anfänglichen Erfolgen zeichnet sich immer mehr ab das diese ein Fehlschlag waren und sind. Die Ukrainer werden weder die vielen Toten und Verletzten, Waisen und Witwen vergessen die Russland über das Land Ukraine gebracht hat.
Ebensowenig sollten die vergessen werden welche Beifall für die russische Aggression im Donbass und der Krim geklatscht haben, und jene Politiker und Personen die für eine Aufhebung der Sanktionen plädieren.

Jetzt stehen russische Streitkräfte in Syrien, und wieder klatschen die selben Beifall welche schon zuvor zur Krimannexion und den Volksrepubliken gejubelt haben.
Das russische TV strahlt einen Bombenwetterbericht aus, die Propagandaschleudern RT und Sputnik kommen mit einer Eilmeldung nach der anderen fast gar nicht mehr hinterher die Erfolge der russischen Streitkräfte in Syrien zu verbreiten.
Hach, und es ist schon fast zum lachen, dem ernst der Lage zum Trotz, wenn man die "Hurra-Kommentare" der Putinisten liest wie es Russland den Terroristen in Syrien zeigt und die USA vorführt ( nach nicht mal einer Woche! ). Denn genau der selbe Wortlaut wurde zur Krim und "Novorossija" verfasst.
So muß man Putin schon fast bewundern wie er es immer wieder schafft seine getreuen Lemminge auf Kurs zu halten, die brav mit Verschwörungstheorien und "Whataboutism" kontern sobald sich wieder mal herausstellt das ihr oberster Feldherr Putin, der so tapfer gegen die Vorherrschaft der USA und EU auf dieser Welt kämpft, einen weiteren "Griff ins Klo" gemacht hat.

Dienstag, 1. September 2015

Patrioten und Freunde der Ukraine...

..gestern am Montag den 31.08.2015 war ein schwarzer Tag für die Ukraine.
Nach jetzigen Erkenntissen hat ein gewisser Igor Humenjuk eine Handgranate in Richtung Sicherheitskräfte vor dem Gebäude der Werchovna Rada geworfen. Den Ring des Sicherungsstiftes der geworfenen Granate, sowie eine weitere Granate hatte er bei seiner Festnahme noch bei sich! Ein junger Mann, Igor Derbin starb sofort, ( bis zum jetzigen Zeitpunkt hat sich die Zahl der Toten auf drei erhöht ). Sechs weitere Menschen wurden schwer, an die 100 Menschen wurden leicht verletzt!
Die Reaktion auf dieses schwere Verbrechen ließ nicht lange auf sich warten. Entäuschung, Fassungslosigkeit und Wut machte sich breit.
Ich kann nachvollziehen wenn Menschen ihre Wut in Form von Schimpfwörtern gegen den Täter und vermeintliche mitverantwortliche zum Ausdruck bringen, in ihrer Fassungslosigkeit einfach schweigen, ja selbst dafür das man mit dem Gedanken spielt sich von dem Chaos von der Ukraine abzuwenden.
Was mir persönlich aber übel aufstösst sind Aussagen von Vertretern der Parteien und Organisationen in der Ukraine, insbesondere dem Sprecher der Partei Svoboda sowie ukrainischen Patrioten in der Ukraine sowie in Deutschland die den Versuch unternehmen diese schreckliche Tat in irgendeiner Form zu relativieren.
Denn das ist meines Wissens der aktuelle Stand der Ermittlungen:
Igor Humenjuk, ehemals (!) Mitglied der Partei Svoboda und Kämpfer im Sich-Bataillon, Führer von "Sokil", einer Jugendorganisation der Partei Svoboda ist nach jetzigen Erkenntnissen der mutmassliche Täter welcher eine Granate in eine Menschenmenge geworfen hat und somit das Ziel hatte Menschen zu töten.

Es darf doch einfach nicht wahr sein wenn nun auf "rhetorische Taschenspielertricks" zurückgegriffen wird wie sie all die Putinversteher, Kremltrolle und Novorossijafans seit Anfang an zum Besten geben. Die da wären.....

1, Schuld haben aber auch die anderen....Poroschenko, weil er die Verfassungsreform nicht ausreichend kommuniziert hat.....die Nationalgardisten, weil sie mit ihrem martialischen Auftreten die Demonstranten provoziert haben.....

Da sag ich nur "Bravo", ist genau das selbe Argument der Schuldumkehr wie es von den Putinisten verbreitet wird die Ukraine sei Schuld am Abschuss der MH-17 weil sie den Luftraum nicht gesperrt hat!

2. Diese Tat nutzt alleine Putin....eine gezielte Provokation seitens des russischen FSB und/oder GRU....die Partei Svoboda ist von russischen Spionen unterwandert....

Ernsthaft jetzt? "Cui Bono"? Will man sich mit solchen Äusserungen in die Reihen der Aluhutträger und Verschwörungstheoretiker eingliedern. Denjenigen Trotteln welche lieber noch an eine CIA Verschwörung glauben, selbst wenn ihnen ein russischer Panzer voller Burjaten in Donetzk übern Fuss fährt? Neee, ohne mich!


Liebe Patrioten und Freunde der Ukraine. Ich bin sicher alles andere als ein Prophet, aber es wird sicher nicht die letzte Granate, Bombe oder sonst was gewesen sein was der Demokratie in der Ukraine Schaden zufügt. Es wird auch nicht das letzte mal gewesen sein in dem ein ukrainischer "Patriot" meint mit Gewalt fernab der Front der Ukraine die vermeintlich richtige Richtung weisen zu wollen. Und sicher wird, fernab der Front, der ein oder Andere sein Leben lassen müssen. Und zwar völlig sinnlos!
Deswegen ist es unabdingbar das wir hier auch klare Worte finden. die klaren Worte die wir immer so gerne einfordern.
Des weiteren sollten wir keinesfalls auf den "Zug der rhetorischen Taschenspielertricks" der Putinisten aufspringen und uns deren Argumentationsstrategien zu eigen machen. Denn damit geben wir uns der Lächerlichkeit preis und werden unglaubwürdig, und zwar genau so wie es uns die Putinversteher in ihren Kommentaren Tag für Tag vormachen.

Es ist meines Erachtens ein Zeichen von Stärke die Geschehnisse als solche hinzustellen wie sie am Naheliegensten sind, auch wenn sie der eigenen Erwartungshaltung massiv entgegensprechen. Und die Indizienlast liegt nun mal sehr schwer auf Igor Humenjuk. Sollte sich, wider erwarten, im Zuge der laufenden Ermittlungen ein anderes Bild zur Schuld ergeben ist es ebenso ein Zeichen von Stärke sich zu entschuldigen.


Freitag, 28. August 2015

Und immer wieder........Bandera!

Liebe Leser,
es hilft einfach nix, an diesem Thema kommt man selbst im 21.Jahrhundert nicht vorbei wenn es um die Ukraine geht. Genauer gesagt geht es um einen Mann der sich vor allem in der deutschen linken und selbsternannten antifaschistischen Szene einer dermaßen großen "Beliebtheit" erfreut welches mich immer wieder in Erstaunen versetzt.
Genauer gesagt geht es um diesen Mann hier:

Stepan Bandera ( Степан Андрійович Бандера ):
Geboren am 1. Januar 1909 in dem Dorf Staryi Uhryniv, Oblast Iwano-Frankiwsk. Der Vater, Andreij Bandera, war ein griechisch-katholischer Prediger und erzog seine Kinder gläubig und patriotisch! Banderas Vater wurde vom NKWD wegen Beherbergung von Untergrundkämpfern zum Tode verurteilt und am 10.Juli 1941 vom NKWD erschossen. Die Mutter starb 1922 früh an Tuberkulose. Die Eltern von Stepan Bandera hatten 7 Kinder, vier Jungs und drei Mädchen.
Seine Schwestern saßen in sowjetischen Gulags ein, zwei seiner Brüder kamen im KZ Ausschwitz zu Tode, Bogdan Bandera fiel in der Südukraine. Stepan Bandera wurde durch den KGB-Mann Bogdan Staschinski am 15. Oktober 1959 in München mit einer Giftpistole hingerichtet.

Und da liegt er nun, in München auf dem Waldfriedhof. Und wenn ein paar linke, pro-russische Freaks nicht damit beschäftigt sind das Grab zu schänden, also nicht mal die Totenruhe respektieren, geben sie im Internet, in Publikation oder Blogs ihr Halbwissen zum Besten. Allen voran darf natürlich nicht das sogenannte Massaker in Lviv durch das Battaillon "Nachtigall" fehlen. Gar 7000 Menschen sollen die ukrainischen Nationalisten vor eintreffen der Wehrmacht in Lemberg ermordet haben. Ob die linken Schreiber dieses historischen Unsinns mal eben die 5000 ermordeten Gefangenen durch den NKWD  in deren Foltergefängnissen in Lviv mit eingerechnet haben ist anzunehmen. Interessant ist hier nicht nur das bewusste Verleugnen der Massenmorde des NKWD kurz vor Eintreffen der Wehrmacht, sondern auch was eine internationale Kommission in Den Haag 1959 festgestellt hat. Diese Kommission aus Anti-Hitleraktivisten setzte sich zusammen aus:
- dem norwegischen Rechtsanwalt Hans Cappelen,
- dem ehemaligen dänischer Außenminister und Präsident des dänischen Parlaments Ole Bjørn Kraft
- dem Niederländer und Sozialisten Karel van Staal
- dem belgischen Rechtsprofessor Flor Peeters
- sowie dem Schweizer Juristen und Abgeordneten Kurt Schoch

Nach vier Monaten und der Befragung von 232 Zeugen wurde festgestellt das die Anschuldigungen gegen das Bataillon Nachtigall zu den Massakern in Lviv im Juni/Juli 1941 keiner Grundlage entsprächen, sowie die tausenden von Toten dem NKWD zuzuschreiben sind.

Dies soll nun keinesfalls die Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung, Raub, Misshandlungen und Mord durch selbsternannte ukrainische Milizen, auch durch Teile der Zivilbevölkerung relativieren. Denn diese gab es ohne Zweifel. Vor allem die jüdische Bevölkerung in Lemberg hatte darunter schwer zu leiden, nachdem man sie der Mitschuld an den tausenden Hingerichteten in den drei NKWD-Foltergefängnissen verantwortlich machte. Viele der in den NKWD Gefängnissen zusammengetrieben Juden fanden dort unter grausamen Umständen den Tod!
Siehe hier: Deutscher Bundestag, schriftlicher Bericht des Rechtsausschuss, Drucksache 2204. Bonn, 8. November 1960.

Geschichtsklitterung, Halbwahrheiten, sowie ein eklatanter Mangel an Wissen historischer Fakten und vorsätzlichen Lügen rund um die Person Bandera, der OUN-UPA sind nichts Neues bei der linken-antifaschistischen Front. Hauptsache sie können laut Faschisten schreien, oder jeden als Faschisten bezeichnen welcher sich etwas differenzierter mit dem Thema befasst.
Und es ist keineswegs so daß man sich wegen nicht vorhandener Lektüre und Publikationen in dieses durchaus komplexe Thema nicht einlesen könnte.
Deswegen soll dieser Artikel sich weniger mit den historischen Fakten zur OUN-UPA und Bandera beschäftigen, sondern dem Phänomen Bandera in der Gegenwart der Ukraine widmen. Basierend auf persönlichen Erfahrungen und Eindrücken welche ich vor Ort, also in der Ukraine selbst, machen durfte.

Es dürfte im Frühjahr 2009 gewesen sein, als meine Frau von ihren damaligen Arbeitgeber in Saporischschja einen zweiwöchigen Kururlaub in der Westukraine, genauer Truskavets geschenkt bekommen hat. Unser Entschluss, wenn schon Kururlaub in Galizien, dann zu zweit brachte meine Frau auf die Idee den Kururlaub zu verschenken. Jetzt möchte man meinen die Beschenkte, in diesem Fall eine etwa 50-jährige Reinigungskraft, freut sich. Weit gefehlt. Die dachte wir wollen sie in den sicheren Tod schicken, denn sie erklärte sie könne da nicht hinfahren denn dort wären die Banderowitzy die Menschen wie sie schon alleine wegen dem Gebrauch der russischen Sprache etwas Schlimmes antun. Da kann man mal sehen was eine, auch noch freiwillige, Dauerberieselung durch russische Propaganda so anrichten kann.
Und auch in deutschsprachigen Foren musste ich des öfteren über schlechte Erfahrungen lesen welche Mitglieder in der Westukraine machen durften. Einmal wurde die Ehefrau aus dem Bus geworfen nur weil sie russisch sprach, ein anderer berichtete gar sie hätten kein Hotelzimmer bekommen obwohl der Parkplatz des Hotels leer war. Interessanterweise machen immer nur die Personen schlechte Erfahrungen die schon grundsätzlich durch eine sehr russlandfreundliche Sichtweise auffallen. Nur der Vollständigkeit halber  sollte ich anmerken das bei diesen Personen Stepan Bandera natürlich äusserst schlecht angesehen ist und gerne als Faschist bezeichnet wird.
Ach ja, der FASCHIST! Hier sollte man wissen das es in der Ukraine sehr unangebracht ist jemanden als Faschisten zu bezeichnen, da dieser Begriff als übles Schimpfwort betrachtet wird ohne sich jedoch unbedingt auf die politische bzw. ideologische Haltung der als Faschisten bezeichneten Person zu beziehen.
Wie dem auch sei, meine Frau und ich verbrachten wie schon die Jahre zuvor wieder einen äusserst entspannten und erholsamen Urlaub in der Westukraine. Und trotzdem meine Ehefrau bevorzugt russisch spricht wurden wir überall mit Freundlichkeit empfangen, genossen einen zuvorkommenden Service in Hotels und Restaurants und wurden nur ein einziges Mal aus dem Bus geworfen. Nicht wegen der russischen Sprache, sondern weil ein Reifen geplatzt war.
Im Restaurant "KRYJIVKA" in Lviv wurde ich wie immer als "Fritz" mit einem "slawa ukraini" begrüsst und während ich mein "Wald-Gauleiter" Menu genoss amüsieren sich russische Touristen damit am "Schiesstand" auf Zielscheiben mit dem Konterfei Stalins zu schiessen. Das war allerdings vor dem 2. Maidan 2013!

Stepan Bandera ist in der (West) Ukraine fast allgegenwärtig, Statuen und Büsten sowie Strassen wurden nach ihm und den Helden der OUN-UPA benannt. 2008 belegte er zur Wahl des grössten Ukrainers ( Великі українці ) nach Jaroslav den Weisen und Nikolai Amosov den dritten Platz.
Dieser Personenkult ist meiner Meinung nur dadurch zu erklären das Stepan Bandera als Symbol für den Freiheitskampf gegen Russland und auch Nazideutschland steht. Er, Bandera, darauf reduziert in seinem Wirken für eine freie und unabhängige Ukraine. Des weiteren repräsentiert er stellvertretend all die Männer der OUN-UPA angefangen von Roman Schuchewitsch, Lev Rebet, Jaroslav Stezko über Andrij Melnik der OUN (B) bis hin zum einfachen Partisanen im Kampf gegen die Rote Armee und der Wehrmacht.
Dieser Symbolcharakter erklärt auch das sich die Anhängerschaft Stepan Banderas nicht nur aus Svobodawählern rekrutiert. Vielmehr ist es so, daß sich die Überzeugung Bandera stehe für den ukrainischen Unabhängigkeitskampf sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle Oblaste der Ukraine zieht. So kann es schon mal vorkommen das Ukrainer jüdischen Glaubens und russischstämmige Ukrainer zu Ehren Banderas "Slawa Ukraini" rufen. Sehr zum Entsetzen der sogenannten Anti-Faschisten die in ihrer kleinen ideologisch verbrämten schwarz-weiss Welt zwar Putin und Russland "verstehen". Keinesfalls verstehen die Sowjetromantiker die vielen Facetten des ukrainischen Patriotismus. So mag es auch nicht verwundern das Vertreter der deutschen Linken an die Grenzen ihrer Vorstellungskraft kommen wenn sie zur Kenntnis nehmen müssen das noch bis vor Kurzen der Sprecher des "Rechter Sektor" ein Jude mit Namen Borislaw Bereza war.


So bleibt dennoch der Vorwurf der Kollaboration der OUN mit Nazideutschland im Raum. "DER Nazikollaborateur Bandera" ist immer wieder in den linken und pro-russischen Propagandablättchen zu finden. Nazikollaborateur ist in der Tat ein schwerer Vorwurf, und so mag es nicht wundern wenn ein pro-russischer Kommentator seine Sorge zur ukrainischen Jugend mit folgenden Worten zum Ausdruck bringt: "Wo faschistische Kollaborateure und Massenmörder (Bandera) als Helden verehrt werden kann nur so eine Jugend gedeihen!...."
Aha, so ist das also! Hier auf dem Bild sehen wir neben Genaral Guderian den russischen Brigadekommandeur Semyon Krivoshein, Sohn jüdischer Eltern UND Held der Sowjetunion bei der Siegesparade zum gemeinsamen und erfolgreichen Polenfeldzug der Roten Armee und Wehrmacht in Brest-Litovsk im September 1939! Na, wenn das mal keine klassische Nazikollaboration ist. Und so mag es auch zu heutiger Zeit nicht verwundern, wenn die Linken mit den Rechten schon mal gerne zusammenarbeiten, Regierungs-Koalitionen wie in Griechenland bilden, während die von den Linken viel bejubelte Putinadministration im Kreml Rechte Parteien in Europa finanziert, sowie bei Demos der Rechten in Deutschland die Flaggen Russlands und der Volksrepublik Dontesk im Winde wehen. Also dem Russland und jenen Volksrepubliken welche die Vertreter der LINKEN und Sowjetromantiker so toll finden. Zumindest an einer ideologischen Kollaboration scheint es den Linken mit den Nazis nicht zu mangeln.

In diesem Sinne bleibt folglich nur noch eines zu sagen:

Слава Україні!!! Героям Слава!!!








Mittwoch, 12. August 2015

Warum wir uns über den "Whataboutism" der Putinversteher nicht ärgern....

.....sondern freuen sollten.
Man stelle sich einfach mal vor:
Die Medien berichten über steigende Arbeitslosenzahlen in Deutschland, und keine 10 Kommentare später kommt der Erste und fängt an zu lamentieren dies wäre "Deutschlandhetze" und in Spanien und Griechenland ist es noch viel schlimmer!
Naja, probieren geht über studieren, also mal nachblättern:
Ein Artikel über die Armut in den USA... ich suche und suche in den Kommentaren ob denn mal wenigstens einer etwas in der Art schreiben würde das es in Russland ja noch viel schlimmer sei....aber nö, nix.
Ein Artikel über steigende Armut in Russland und "zack" gleich erste Kommentar-Seite:
"steigende Armut haben wir auch in D....in Russland ist alles Bestens...immer dieses Russlandbashing....usw."

Aber, man kennt das ja schon, sobald ein russlandkritischer Artikel in den Medien erscheint, dauert es kein Dutzend Kommentare und die USA und/oder Europa stehen am Pranger!
Sei es nun zur Rolle Russlands in der Ukrainekrise, die politische Entwicklung oder die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation in Russland.
Richtig giftig werden ja die Putinversteher wenn es um die MH-17 Tragödie geht. Ja, es ist schon ärgerlich wenn die "Lügenpresse" dieses Thema immer wieder aufgreift, denn inzwischen steckt man als pro-russischer Kommentator in einer Argumentationszwickmühle.
So kann man einerseits auf einen weiteren Propagandazug des Kremls aufspringen und nach den vielen Erklärungsversuchen eine MIG-29, eine, vielleicht waren es aber auch zwei SU-25 mit oder ohne israelische "Phyton", einer ukrainischen BUK oder der neusten Version es war eine Bombe an Bord für das Unglück verantwortlich machen.
Nur, inzwischen macht man sich als Putintroll mit jeder weiteren "Version" die man treu verteidigt immer unglaubwürdiger. Ja, teilweise schlägt dem Kommentator inzwischen Häme und Gelächter entgegen wenn man als Putinist mit dem neusten Erklärungsversuch zum Absturz der MH-17 aus den russischen Medien und dem Kreml ankommt.

Andererseits: Was aber immer wieder hilft ist "Whataboutism".
Russische Bomber stürzen ab, und gleich wird auf den A-400 M verwiesen.
Russland vernichtet tonnenweise Lebensmittel! Na und, macht doch der Westen auch.
Eine teure Armbabduhr am Handgelenk des Sprechers von Putin wird quittiert mit einem Fingerzeig auf Nebeneinkünfte deutscher Politiker.
Ärgern sollte man sich darüber allerdings nicht.
Denn, warum gerade diese Argumentationstaktik aus Sankt Petersburg und den ganzen restlichen Verteidigern der russischen Sichtweise ein "Schuss ins eigene Knie" ist will ich hier mal erläutern.
Begriffserklärung laut Wikipedia:
"Whataboutism"(aus dem Englischen: „What about?“ = „Was ist mit“ und dem Suffix -ism = „ismus“ zusammengesetzt) ist ein Begriff aus der Politik, welcher eine " Propagandataktik bezeichnet, die von der Sowjetunion bei ihrem Umgang mit der westlichen Welt während des Kalten Krieges verwendet wurde. Die Taktik wurde angewendet, wenn Kritik an der Politik der Sowjetunion geäußert wurde, wobei „Was ist mit…“ erwidert wurde, gefolgt von der Benennung einer Begebenheit in der westlichen Welt, welche Ähnlichkeiten mit dem ursprünglichen Gegenstand der Kritik aufweisen sollte. Es stellt einen Fall von tu quoque dar, beziehungsweise von einem logischen Fehlschluss, der versucht, die Position des Gegners zu diskreditieren, ohne seine anfänglichen Argumente direkt zu widerlegen.

Schon zu Zeiten der Sowjetunion gab es auch schon eine kleine Anekdote darüber:
Ein Bürger der USA besucht Moskau. Am Moskauer Hauptbahnhof erklärt ihm der russische Reiseführer alle 30 min. würde hier ein Zug nach Sankt Petersburg, ein Zug nach Wladiwostok und ein Zug nach Kiew fahren. Nach einer Stunde bemerkt der US Bürger an, daß sie nun seit über einer Stunde hier stünden aber noch kein einziger Zug in irgendeine Richtung gefahren wäre, worauf der russische Reiseführer antwortete: " Und ihr seid schlecht zu den Afro-Amerikanern"

So bedient man sich bei der Diskussion zum MH-17 Abschuss gerne am "Whataboutism" und führt z.B. den durch die USS Vincennes abgeschossenen Iran-Air Flug 655 an.
Der Kommentator Olaf in der WELT reagierte auf diesen Whataboutism m.E. wunderbar mit einem sehr gut zusammengefassten und entlarvenden Beitrag:
"Aber auch der Rest Ihres Kommentares ist unlauter. Die Hintergründe zu 655 waren ein bisschen anders als bei MH17 und insgesamt eine Verkettung unglücklicher Umstände. Aber das verschweigen Sie natürlich. So befand sich die USS Vincennes (die zum Schutz ziviler Schiffe abgestellt war) zum Zeitpunkt des Abschusses im Gefecht mit iranischen Kanonenbooten. Dann startete 655 von einem Flughafen, der auch militärisch genutzt wurde und von dem kurz zuvor auch eine Militärmaschine gestartet war. Ein Umstand, der bei euch Putintrollen - wenn man sich an euer Geschrei erinnert, wie ihr der Ukraine die Schuld in die Schuhe geschoben habt, weil sie den Luftraum erst ab unter 10000 Metern gesperrt hat - eigentlich dazu führen müsste, dass ihr dem Iran die Schuld an dem Abschuss gebt. Da aber euer Geschrei hier ausbleibt, ist eure Glaubwürdigkeit schon mal zum Teufel.
Die USS Vincennes identifizierte 655 als Militärmaschine - was an dem zuvor gestarteten Militärflugzeug lag. Man funkte die Piloten von 655 sogar noch an, aber diese Idioten antworteten nicht. Und da kurz zuvor ein anderes US-Kriegsschiff von iranischen Kampfjets angegriffen worden war, bei dem über 30 US-Soldaten gestorben sind, gab es auf Grund der Umstände und im Sinne der Selbstverteidigung und Schutz der eigenen Soldaten leider keine andere Wahl, als
das Flugzeug abzuschießen. Ich hätte als Kommandant genauso entschieden und entscheiden müssen. Und wenn Sie ehrlich sind, Sie auch! Im übrigen hat die USA zu ihrer Verantwortung an dem Unglück gestanden und erhebliche Entschädigungen gezahlt.

Die Separatisten und Russland hingegen haben aus einem illegalen Angriffskrieg heraus eine Maschine beschossen, um zu Töten und mit dem Abschuss zu prahlen. Und bisher hat niemand von Ihnen die Verantwortung übernommen. Das ist kriminell - oder anders gesagt: kaltblütiger Mord!"

Ein beachtenswerter Kommentar von Olaf in der WELT zum Thema "Russland wehrt sich gegen MH-17 Straftribunal" vom 21.07.2015.
Dennoch, und das obwohl wunderbar auf den Whataboutism mit Fakten reagiert und somit klargestellt wurde warum der Vergleich MH-17 - Iran-Air 655 hinkt. sollte man das eigentliche Ziel dieser "Der aber auch..."-Argumentation nicht aus den Augen verlieren.
1. Vom eigentlichen Thema ablenken, mit dem Ziel das im weiteren Verlauf über etwas ganz anderes diskutiert wird.....!
2. Dem weiteren Ziel dem Leser weis zu machen das eigentlich alle "Dreck am Stecken haben" um somit selbst die schlimmsten Vergehen damit zu relativieren!

So ist es meiner Ansicht nach durchaus angebracht immer genau nachzufragen was der Kommentator denn nun genau mit dem "Whataboutism" bezwecken will, und ob dies nun als unausgesprochenes Eingeständnis zu den Vorwürfen ( sei es MH-17, russische Soldaten im Donbass, wirtschaftliche Lage in RU usw. ) zu werten ist, da die Vorwürfe ja nicht bestritten, sondern im Gegenteil sogar bestätigt werden mit "die anderen aber auch.....".
Das ist nämlich die Crux am Whataboutism: Der Verweis darauf das der Andere auch was angestellt , etwas nicht so läuft oder kaputtgemacht hat widerlegt eben nicht die Schuld, sondern gesteht sie, unausgesprochen zwar, aber genaugenommen ein.
So ist es auch keine Frage der Gerechtigkeit wenn mit "Whataboutism" argumentiert wird, denn wie schon angesprochen geht es im jeweiligen speziellen Fall um die Frage der Schuld gegen jenen welcher mit den Vorwürfen konfrontiert wird! Wird man beispielsweise wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn von der Polizei herausgezogen, nutzt es wenig auf den Sportwagenfahrer zu verweisen der mindestens genauso schnell vorausgefahren ist, aber nicht von der Polizei herausgezogen wurde.
Sicherlich, das mag ungerecht erscheinen, letztendlich wird man aber das "Ticket" bezahlen müssen, weil man Schuld auf sich geladen hat!

Also, wenn wieder mal so ein Vatnik ankommt und abgestürzte russische Flugzeuge mit den versenkten US Kriegsschiffen in Pearl Harbour ( is kein Witz! ) gegeneinander aufrechnen will fragt mal genau nach warum er das macht!